Intelligenz und Entscheidung

Eine Fachtagung mit Prof. Stefan Kühl, Prof. Alfred Kieser, Prof. Fritz B. Simon und Unternehmensvertretern, um der Frage nachzugehen, wie man aus Erfahrungen lernen kann.

James March muss eigentlich nicht groß vorgestellt werden. Er ist – so eine prägnante Bewertung seines Wirkens – für die Organisationstheorie das, was Miles Davis für die Jazzmusik war. Seit mehr als fünf Jahrzehnten, begonnen mit dem Grundlagenwerk „Organizations“ (gemeinsam mit dem späteren Nobelpreisträger Herbert Simon), inspiriert March nicht nur die Theorie, sondern auch die Management- und Beratungspraxis. Durch seine Ideen wie „Garbage can“, „Technology of foolishness“ oder auch die Paradoxie von „Exploration/Exploitation“ wurde er neben Peter Drucker zum meistgenannten Ideengeber heutiger Managementdenker. In seinem jüngst auf Deutsch erschienenen Buch „Die zwei Seiten der Erfahrung“ begibt James March sich auf die Suche nach den Formen intelligenter Entscheidungsprozesse. Er entwirft das Konzept einer Intelligenz, die in der Lage sein muss, die Lehrmeisterin Erfahrung sowohl in ihren nützlichen, wie auch ihren unvollkommenen und gefährlichen Seiten zu erkennen und zu unterscheiden. Die Tagung fragt, wie Unternehmen ihre Erfahrungen intelligent nutzen können.

Fragen:

– Wie können Organisationen intelligent entscheiden?

– Wie kann man Lernfallen erkennen und umgehen?

– Auf welche Erfahrung können sich Unternehmen stützen?

– Was können agile Unternehmen von reifer Theorie lernen?

Weitere Informationen

 

Das Programm

10:00
Eröffnung: Torsten Groth

10:30
Vortrag: Prof. Alfred Kieser: „James March – ein großer Managementtheoretiker, von dem Manager viel lernen können, gerade weil er es ablehnt, ihnen Ratschläge zu erteilen.“

11:10
Vortrag: Prof. Stefan Kühl: „Agile Organisationen als Mülleimer – James March Überlegungen zu neuen Organisationsformen“

11:50
Kaffeepause

12:15
Vortrag: Andreas und Hermann Dethleffsen: „Lernen aus acht Generationen Unternehmertum?“

12:45
Vortrag: Robert Stulle: “ Lernen in einer „agilen“ Agentur?“

13:15
Mittagsimbiss

14:30
Workshopeinheiten parallel:

Kieser | Dethleffsen – Theoretische und praktische Probleme des Erfahrungslernens in Unternehmen

Kühl | Stulle – Wie lernfähig sind agile Organisationen?

16:00
Kaffeepause

16:30
Prof. Fritz B. Simon, Torsten Groth: Beobachtungen des Tages – systemtheoretische Reflexionen

17:00
Abschlussplenum mit allen Referenten und Teilnehmern

17:30
Ende

 

Was, wann, wie?

Fr, 19.05.2017, 10:00 – Fr, 19.05.2017, 20:00

Anmeldeschluss: So, 30.04.2017, 18:00

Teilnahmegebühr 375,- Euro

 

Über den Veranstalter

Torsten Groth erstellte dieses Event im Namen von Club Systemtheorie.

 

Veranstaltungsort
Institut français
Kurfürstendamm 211
10719 Berlin
Deutschland