2.6.2 Wenn über Beobachtungen gesprochen wird, so wird stillschweigend vom Beobachter und der Operation des Beobachtens abstrahiert, d.h. Beobachtung und Beobachten/Beobachter werden entkoppelt (=de-kontexualisiert).

Das ist das Problem aller Aussagen, die sich in einem zu schlichten Sinne um „Objektivität“ bemühen: Sie denken den Beobachter weg, obwohl es sicher keine Aussagen über irgendein zu beobachtendes Objekt gäbe, wenn niemand es beobachten würde. Daran schließen sich fast zwangsläufig philosophische Fragen an, welche die Frage problematisieren, ob es irgendetwas gibt, wenn es nicht beobachtet wird (das kann man selbstverständlich vermuten, aber wissen kann man es halt nicht).




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