1.1 fbs

In einem Hollywood-Film, an dessen Titel (und Handlung) ich mich nicht erinnere, behauptet einer der Protagonisten, er könne sich unsichtbar machen, allerdings funktioniere das nur, wenn keiner zuschaut. Umgekehrt gilt ein ähnliches Prinzip: Beobachtbar wird ein Ereignis, Geschehen, Gegenstand oder auch Mensch, Tier und Pflanze nur, wenn jemand zuschaut (banal, ich gebe es zu, trotzdem wird es immer wieder vergessen).

Deswegen muss sich eigentlich jede Theorie (über welchen Phänomenbereich auch immer) – implizit oder explizit – mit der Frage beschäftigen, wie von wem wann wie wo beobachtet wird und wie die Methode der Beobachtung die beeobachten Phänomene formt. Diese Frage wird hier auf einer ganz allgemeinen Ebene behandelt, so dass die Konstrukteure anderer Theorien herzlich eingeladen sind , die vorgeschlagenen Antworten zur Form des Beobachtens bzw. zur Formung von Gegenständen der Beobachtung zu übernehmen

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29 Gedanken zu “1.1 fbs

  1. Hab den Kurs gebucht,
    die Adresse ist auch klar,
    aber von wann bis wann?
    Die Uhrzeit fehlt …

  2. hat sich erledigt, die Message fiel gerade aus dem Kronleuchter…
    zum Glück keine early bird Frühpatrouille
    … um 10:00 Uhr ist zu schaffen …

    „Das Tier in mir: die Affen Selfies …
    https://www.youtube.com/watch?v=IsA8f1mL4b4
    passt auch
    “ und der Sinn des Lebens“
    …kommt ohnehin vermutlich erst nach der Pause

    😉

  3. „Welches ist denn deine Lieblingsstellung?“
    „Also, pass auf: Meine Frau legt sich auf den Wohnzimmerteppich und macht die Beine breit. Ich hänge mich nackt an den Kronleuchter, schwinge dreimal hin und her und lass mich dann mit einem lauten Tarzanschrei auf sie herunterfallen.“
    „Hm, ist das nicht ein bisschen umständlich?“
    „Das schon, aber die Kinder finden’s toll.“

  4. Und wenn ich plötzlich weg bin, dann weisst Du, dass es mich gar nicht gegeben hat (unbeobachtet = inexistent). Das sollte man nie vergessen. Nur sich selber, sich selber muss man fast immer beobachten, auch wenn die anderen einen nicht sehen/hören/riechen/schmecken/…. können. Man also in einem Gefrierfach sitzt oder dergleichen (Einsiedelei etc.).
    Nur der traumlose Schlaf bewahrt davor. Und der Tod.

  5. so weit lassen wir’s garnicht erst kommen …
    irgendwer erinnert sich immer
    🙂

  6. Ach ja – so ist das. Habe ich ganz vergessen. Wir sehen uns dann am Freitag, Dorothea, und riechen uns. Ich frage mich, warum immer die Augen so im Fokus stehen. Ich habe noch Deinen Zigarillogeruch in der „Nase“. Das Parfum erst, wenn ich es wieder rieche. Aber die Stimme, an die kann ich mich auch gut erinnern. Allerdings: wenn Du mir einige Stimmen zur Auswahl gibst, keine Ahnung ob ich sie sicher erkenne. Vielleicht bilde ich es mir nur ein. Wir bilden uns so viel ein … bis bald (oder?).

  7. @8: weiß ich nicht, ob Du mich an der Stimme erkennst. Hatte zwischendurch überhaupt keine.

    Man hat mich am Montag vor 8 Tagen von einem Stimmband-Polypen entbunden.
    OP lief glatt, nur 8 Min. Alles super hinterher, nur keine Stimme mehr.
    …aber das Schöne daran war die zeitliche Koinzidenz.
    Justament in denselben Minuten kam der kleine Prinz zur Welt, in London.
    Und Charlotte blieb an 2. Stelle der Thronfolge.
    Wenn das nicht DAS Zeichen einer Palastrevolution ist …

    Auf diese Zeitenwende müssen wir anstoßen,
    unbedingt!
    Freu mich…
    🙂

  8. Das kommt vom Rauchen (monokausale Erklärungen liegen mir sehr). Niemand, der nicht raucht, hat solche Polypen.
    Aber das Dumme ist: ich bekomme Lust zu rauchen, wenn jemand raucht (rauchst Du noch?).

  9. „Alles was gesagt wird, wird von einem Beobachter gesagt.“

    Alles was der Mud tut – kommt vom Auge.

    Dazwischen liegen doch Welten? Der Beobachter und der Sprecher sind doch getrennt.
    Wahrnehmung vs. selektives Sprechen.
    Ich frage mich auch wie das Thema „Lüge“ Systemisch behandelt wird…….

  10. @11: „Am Anfang war das Wort“ vs. „Am Anfang war die Tat“ – da streiten sich ja die Autoren. Aber was Auge und Mund betrifft, so sind sie in dem hier vertretenen Modell nicht getrennt bzw. es geht um senso-motorische Muster, die sich im Laufe der Geschichte des Beobachtens organisieren (s. unten).

    Ob eine Aussage Lüge ist oder nicht, wird als soziale Übereinkunft kommunikativ bestimmt.

  11. @15 FBS und @14 Werner:
    Sollte das Wort nicht erhört werden? Mit anderen Worten: Reicht es aus, etwas zu sagen, wenn kein anderer zugegen ist?

  12. @16 FBS und @15 Werner:
    Sollte das Wort nicht erhört werden? Mit anderen Worten: Reicht es aus, etwas zu sagen, wenn kein anderer zugegen ist?

    (Schade, dass es keine Editiermöglichkeit eigener Bieträge gibt.)

  13. @17: Eine Frage, die ich mir auch gestellt habe. Tat oder Nicht-Tat sind ja Zuschreibungen einer Bedeutung zu Verhalten. Um es zum Element von Kommunikation zu machen muss es gehört (und mit Bedeutung versehen) werden. Wenn man es ausspricht, hört man es selbst. Kann man mit sich selbst kommunizieren?

  14. @ 16
    Schnittstelle, Nahtstelle der Phänomenbereiche Psyche – Sozial
    mittels Organismus ..

    und wenn es niemand hört ist das Wort sozial nicht wirksam

  15. @16-19: Und wenn es niemand als Tat definiert, dann ist es auch keine Tat. Die Frage ist allerdings, ob es, wenn es ausgesprochen wird und nur der Sprecher selbst es hört, nicht doch Kommunikation sein kann: die des Sprechers mit sich selbst. Aber das wäre dann eine Form der Kommunikation, die kein soziales System konstituiert…

  16. In dem Roman „Shades of Grey“ kommuniziert die weibliche „Heldin“ permanent mit ihren diversen „Teilen“, wurde damals so in den Verkehrsnachrichten berichtet als bemerkenswert ..

  17. @22: Ich glaube ja eh, dass gruppendynamische Konzepte gut auf die Analyse psychischer Prozesse übertragbar sind…

  18. @19 und @21-23:
    Wieso sollte man nicht mit sich selbst kommunizieren können?
    Das innere Parlament ( vgl. Schulz von Thun bzw. Gunther Schmidt) oder wie man die kleinere oder größere Familie im Kopf auch benennen mag ist doch ständig am
    Plaudern.
    Ich führe unentwegt interne Gespräche mit mir selbst, teils in heftigsten Debatten,
    Nicht laut, ich höre dabei auch keine Stimmen, aber da ist ein ständiger Dialog im gang.
    Und zwar nicht nur dann, wenn ich mir besondere Formulierungen meines sprachlichen Ausdrucks beim Reden und Schreiben überlege. Zur „allmählichen Verfertigung der Gedanken beim Reden“.
    Nein, ich debattiere intern mit allen möglichen Facetten von mir, incl. dem eigenen „inneren Schweinehund“? Z.b. weshalb ich jetzt etwas tue, was ich vielleicht besser lassen sollte. Oder nicht tue, was ich eigentlich tun sollte.
    Ich unterhalte mich aber auch mit meinem Bauch, meinem Kreuz, meinen Füßen bzw. meinen Knien etc.pp., wenn mich die einzelnen „Abteilungen der Firma“ mal wieder piesacken und mir weh tun, weil ich sie zu wenig beachtet und ihnen auch zuviel zugemutet habe, wenn ich mal wieder unbedingt meinen Kopf durchsetzen wollte, um irgendeinen Streßjob durchzuziehen.

    Kennt das hier niemand, diese Form von Selbstgesprächen im Off?
    Ist bei Ihnen dort nicht auch pausenlos Theater, in einer ganz bunten,
    gelegentlich auch rabenschwarzen Mischung?

    Ich finde es faszinierend, diese innere Kommunikation, wenn man sie einmal bewußt beobachtet, wo und wie sich die Gedanken überschlagen und sich immer wieder abstimmen.
    Klar entspricht das einer Gruppendynamik in Reinkultur, die autopoeietisch die anfallenden Probleme löst.
    Einfach so lebendig …
    😉

  19. @24: Die Frage ist für mich ja nicht, ob man Selbstgespräche führen kann, sondern ob man die Bedeutung des Begriffs Kommunikation nicht lieber auf die Kopplung von Mitgliedern eines sozialen Systems (=qua Kommunikation) begrenzen sollte.

  20. @ 25: Bei ständig in Fluß befindllichen Innen/Außen-Verhältnissen erscheint das sinnvoll.

    Und ist auch gleich von praktischem Nutzen. Eine Verschlüsselung erübrigt sich alleine dadurch, daß -mangels Verständnisses der Terminologie und ihren Definitionen- tiefere Detailkenntnisse für Unterschiede zwischen Original und Fälschung fehlen.

  21. @ 25: Bei ständig in Fluß befindllichen Innen/Außen-Verhältnissen erscheint das sinnvoll.

    Und ist auch gleich von praktischem Nutzen. Eine Verschlüsselung erübrigt sich alleine dadurch, daß -mangels Verständnisses der Terminologie und ihren Definitionen- tiefere Detailkenntnisse für Unterschiede zwischen Original und Fälschung fehlen.

  22. @ 25: Bei ständig in Fluß befindllichen Innen/Außen-Verhältnissen erscheint das sinnvoll.

    Und ist auch gleich von praktischem Nutzen. Eine Verschlüsselung erübrigt sich alleine dadurch, daß -mangels Verständnisses der Terminologie und ihren Definitionen- tiefere Detailkenntnisse für Unterschiede zwischen Original und Fälschung fehlen.

  23. Ha, tertium datur, wie schön.
    Und tests test tests

    Wenn ich meinen Kommentar gleich drei mal posten will, brauche ich nur die e-mail-Adressen des jeweiligen Providers zu wechseln.
    Na, das geht aber einfach.

    i-Cloud
    Google-Mail
    und
    T-Online
    sei Dank.
    Einfach ganz trivial,
    um nicht zu sagen Server-Servicetechnisch unschlagbar?

    Fernkommunikation ist halt ein Supergeschäft.
    solange Cleverness an den Mautstationen derart fürstlich belohnt werden

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