10. Raum und Zeit

Obwohl wahrscheinlich jeder Mensch schon die Erfahrung gemacht hat, dass er Zeit und Raum ganz subjektiv anders erleben kann als andere Menschen, scheint es uns so, als ob es sich bei diesen Dimensionen um objektive – vom Beobachter unabhängige – Gegebenheiten handeln würde. Dies Überzeugung hat Albert Einstein ins Wanken gebracht, auch wenn das noch nicht bis in das Alltagsdenken der meisten Menschen vorgedrungen ist. Es ist ja für auch das Zusammenleben von Menschen viel praktischer von einer Zeit auszugehen, die alle teilen – wie sollte man sich sonst fürs Kino verabreden können?




4 Gedanken zu “10. Raum und Zeit”

  1. „also ein fast vollständiges Beherrschtsein des Menschen von der ihm fremd gegenüberstehnden, unverstandnen äußern Natur“, wie Friedrich Engels 1884 schrieb, auch der von Menschen gemachten Natur der Systeme?

  2. … nun ist Zeit natürlich nicht nur das was, wir mit Uhren messen und als Instrumentarium nutzen, um Treffpunkte bzw. auch Ankunfts- und Abfahrtzeiten zu markieren.

    Wie sehr im eigenen Erleben Raum und Zeit -als vorgeblich vom Beobachter unabhängig- auseinanderklaffen können, merkt man spätestens dann, wenn man im Stau steht bzw. einen Anschlußzug verpasst, … und damit u.U. auch die Teilnahme bzw. Teilhabe an so mancher avisierten bzw. geplanten gemeinsamen Veranstaltung
    … ziemlich blöd so etwas

  3. „Wenn man mit dem Mädchen, das man liebt, zwei Stunden zusammensitzt, denkt man, es ist nur eine Minute; wenn man aber nur eine Minute auf einem heißen Ofen sitzt, denkt man, es sind zwei Stunden – das ist die Relativität.“ Albert Einstein

  4. „Wir haben keine direkte Empfindung für die Gleichheit zweier Zeiträume. Wer diese Empfindung zu haben glaubt, ist durch eine Illusion in die Irre geführt.

    Wenn ich sage, von zwölf bis ein Uhr ist die gleiche Zeit vergangen wie von zwei bis drei Uhr, was hat diese Behauptung für einen Sinn?

    Die geringste Überlegung zeigt, daß sie an sich gar keinen Sinn hat. Sie kann nur den haben, den ich ihr durch eine Erklärung geben will, die unzweifelhaft einen gewissen Grad von Willkür zuläßt.“

    Henri Poincaré,“Das Maß der Zeit, III“,
    aus „Der Wert der Wissenschaft, 1906, Kap. 2, S. 26-43“

    https://de.wikisource.org/wiki/Das_Maß_der_Zeit

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