12. Räumliche Muster/Strukturen

Raum und Zeit sind sicher nicht die einzigen Muster (von Ideen), die bestimmen, wie ein Weltbild konstruiert wird, aber sie sind für ein dreidimensionalen, körperlichen Beobachter (z.B. den Menschen) als Ideen kaum verzichtbar, um handlungsfähig zu sein. Offenbar zwingt die biologische Austattung Lebewesen dazu, Raum und Zeit zu konstruieren. Dass die Fledermaus dies mit Hilfe von Ultraschallortung macht und der Mensch durch hören, sehen, tasten etc., ist dabei äquifunktional.

Der Raum ist dabei so grundlegend für die „Orientierung“ (eine räumliche Metapher), dass weite Teile des individuellen und kollektiven Weltbildes in Form metaphorischer „Räume“ strukturiert werden. Als Beispiel sei hier nur auf die umgangssprachliche Qualifizierung zwischenmenschlicher Beziehungen verwiesen („Sie halten Abstand“, „… stehen sich nahe“, „… sind eng verbudnen“ usw.).