12.3 Vertikale Beziehungen: Die Komponenten/Elemente sind übereinander bzw. untereinander in unterschiedlichen Ebenen gekoppelt.

Die Ordnung des Raums ist nicht nur für Architekten von Bedeutung, denn die Raummetaphorik scheint auch das Erleben von interpersonellen Beziehungen zu bestimmen. Zumindest ist dies eine der Hypothesen, die das Erleben der Stellvertreter in sogenannten „Familienaufstellungen“ oder auch (leider ein etwas unglücklicher Begriff) „Organisationsaufstellungen“ bestimmt.

Unser Sprachgebrauch wimmelt nur so von Oben-unten-Unterscheidungen, wenn es um die Beschreibung von Machtstrukturen, von Über- oder Unterordnungsbeziehungen geht: „Oberschicht“ und „Unterschicht“, „Obrignkeit“ und „Untertanen“; „Hochmut“, der vor dem „Fall“ kommt; Karrieristen, die ihren „Aufstieg“ planen usw.




1 Gedanke zu “12.3 Vertikale Beziehungen: Die Komponenten/Elemente sind übereinander bzw. untereinander in unterschiedlichen Ebenen gekoppelt.”

  1. Das Erleben von Oben-unten-Unterscheidungen in Familien, Organisationen und generell in der Gesellschaft könnte von den Entwicklungsstadien und Rollen der beteiligten Individuen abhängen. Das Baby fühlt sich unten und die Mutter oben sowie später Schüler und Lehrer und dann Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Wenn dann plötzlich agiles Arbeiten eingeführt wird, sind beide Seiten irritiert und kommen aus ihren sozialisierten Rollen bloß schwer heraus.

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