13.1.1 Die basalen Elemente eines Prozesses sollen Ereignisse genannt werden.

Um Mißverständnissen vorzubeugen: Ereignisse „an sich“ gibt es nicht, sondern sie werden vom Beobachter, der den kontinuierlichen Fluß des Geschehens interpunktiert, kreiert, indem Einheiten mit einem zeitlichen Anfang und einem Ende versehen werden. Dass unterschiedliche Beobachter beim Zerhacken solch eines Kontinuums zu unterschiedlichen Einheiten zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, sollte nicht verwundern. Eher scheint es erklärungsbedürftig, wenn sie zu übereinstimmenden Ergebnissen kommen. Dies wird offenbar wahrscheinlicher, wenn es – wie etwa bei der Musik – nicht mit Konsequenzen auf der Handlungsebene für die Beteiligten verbunden ist (Positiv-Beispiel: Eine Mannschaft – etwa im Fußball -, die gemeinsam einen Erfolg errungen hat, schafft es relativ einfach im Rückblick zu analysieren, wie die einzelnen Spielzüge bzw. welche unterscheidbaren/unterschiedenen Einzelaktionen der Beteiligten zum Erzielen des zweiten Tors geführt haben… Negativ-Beispiel: Die Rekonstruktion eines Streits, wo die Parteien – unabhängig vom Ausgangsstreit – erneut darüber streiten, welches Ereignis als Beginn des Konfliktes angesehen werden kann…).




9 Gedanken zu “13.1.1 Die basalen Elemente eines Prozesses sollen Ereignisse genannt werden.”

  1. @“Dies wird offenbar wahrscheinlicher, wenn es – wie etwa bei der Musik – nicht mit Konsequenzen auf der Handlungsebene für die Beteiligten verbunden ist (Beispiel:“

    Hier müsste ein Beispiel folgen, dass die Wahrscheinlichkeit übereinstimmender Ergebnisse illustriert und nicht das Gegenteil.

  2. Dass unterschiedliche Beobachter beim Zerhacken solch eines Kontinuums zu unterschiedlichen Einheiten zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen, liegt wohl daran, dass in zahlreichen Prozessen unterschiedliche Interesse im Spiel sind. Folglich würde die gegnerische Fußballmannschaft denselben Spielzug völlig anders beschreiben und bewerten. Darin besteht auch der Unterschied zur Musik, in der es in der Regel nicht um einen einen Wettwerb geht, sondern um eine Abfolge nicht-konflikhafter musikalischer Prozesse, da es im ästhetischen Bereich – anders als in der Ökonomie oder im Fußball – keine objektiven KPI gibt.

  3. läuft alles unter bzw. nach ADK sprich nach den Basics, den drei Grundgesetzen des Rechnens:

    I) Attributiv-Gesetz
    Ii) Distributivgesetz
    III) Kommutativgesetz

    Die Ereignisdichte- Cluster kann man über eine stinknormale Pivot-Tabelle ermitteln

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