13.4 Rhythmus: Eine komplexe Zeitstruktur, in der sowohl die Länge der Intervalle zwischen den Ereignissen bzw. deren Funktionen als auch die Dauer der Ereignisse variieren kann; auch hier wird die jeweilige Einheit wiederholt, so dass die Struktur erkennbar wird.

Figur 19

 

Im Bereich lebender Systeme lassen sich viele Prozesse beobachten, die einem Rhythmus folgen. An erster Stelle ist hier der Herzschlag zu nennen. Wenn er nicht mehr rhythmisch erfolgt, gibt dies Anlass zur Sorge, und der Eigentümer des Herzens sollte einen Arzt aufsuchen.

Im sozialen Bereich zeigt sich wiederum – wie beim Takt – dass zeitliche Abstände, auch komplexere Formen ein gutes Mittel der Koordination des Verhaltens einer großen Zahl von Akteuren ist. Als Beispiel mögen Fangesänge oder -rufe beim Fußball oder anderen Sportarten dienen: „Schwar-ze Sau“ oder ähnliche Rufe zeigen ein Versmaß, dass es erleichtert, sich an den Text zu erinnern, ganz analog zur Metrik anderer Gedichte (Terzinen, Hexameter usw.).

„Zicke, zacke, zicke, zacke, heu, heu, heu!“

 

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2 Gedanken zu “13.4 Rhythmus: Eine komplexe Zeitstruktur, in der sowohl die Länge der Intervalle zwischen den Ereignissen bzw. deren Funktionen als auch die Dauer der Ereignisse variieren kann; auch hier wird die jeweilige Einheit wiederholt, so dass die Struktur erkennbar wird.”

  1. Aus Ludwig Harigs gesammelten Fußballsonetten „Die Wahrheit ist auf dem Platz“:
    „Der arme Medienmensch, auch wenn er noch so kläfft,
    kennt er den Doppelpass von Rhythmus und von Reim,
    von sub-, von objektiv, gehalten von dem Leim
    der strengen Regel fünf aus unsrem Regelheft?“

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