13.7 fbs

Was eigentlich einen eigenen Punkt verdient hätte (vergessen), sind die Unterschiede der Konstruktion möglicher Zeiteinheiten. Heute wird ja der Tag, definiert durch eine Umdrehung der Erde um ihre Achse, als Grundlage für die Einteilung in 24 gleich lange Stunden verwendet. Im alten Rom wurden Tag und Nacht in jeweils 12 Stunden unterteilt, aber diese Stunden waren bis auf zwei Tage im Jahr unterschiedlich lang (gemessen mit unserem heutigen Zeitmaß). Die Tagesstunden wurden von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang gezählt und waren deshalb im Sommer länger als im Winter oder nachts. Die Nachtstunden wurden von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang gezählt und waren daher im Sommer kürzer als im Winter oder die Tagesstunden. Grundlage der Kreation von Zeiteinheiten zwischen beiden Formen von Stunden sind/waren unterschiedliche Beobachtungen externer Ereignisse: des Erlebens von Sonnenaufgang und –untergang vs. die Umdrehung der Erde – beides ist/war konsensfähig, wobei das erste Modell ganz eng an das eigene sinnliche Erleben jedes Einzelnen gebunden und weniger abstrakt war, was die interpersonale Übereinkunft plausibler/leichter gemacht haben dürfte als das heute praktizierte Maßsystem – wer beobachtet schon direkt die Umdrehung der Erde.

Schreibe einen Kommentar