14.3 Quantitative Änderungen: Struktur wie Muster zusammengesetzter Einheiten/Systeme wandeln sich zwangsläufig, wenn die Zahl der Elemente/Komponenten, aus denen sie zusammengesetzt sind (Verringerung vs. Vermehrung), sich verändert (schrumpfen vs. wachsen).

Figur 24

 

Das ist der Grund, warum – zumindest früher, als man noch in die Kneipe ging, um Skat zu spielen – verzweifelt nach dem dritten Mann gesucht wird/wurde, den man braucht (siehe den dazu passenden Loriot-Sketch). Denn wenn man nur zu zweit ist, dann kann man eben nur 66 miteinander spielen oder Schach.

https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=Loriot+skat

Und wenn zu viele Leute da sind und keiner ausgeschlossen werden soll, dann kann man eben nur noch einen Stuhlkreis bilden und sich sein schönstes Ferienerlebnis erzählen, sich als Alkoholiker bekennen oder ein gemeinsames Gelage starten (oder Ähnliches).

Das ist wahrscheinlich das, was Friedrich Engels (im Anschluß an Hegel) meint, wenn er vom Umschlag von Quantität in Qualität spricht…

 

Literatur:

„Wir haben hier kein Handbuch der Dialektik zu verfassen, sondern nur nachzuweisen, daß die dialektischen Gesetze wirkliche Entwicklungsgesetze der Natur, also auch für die theoretische Naturforschung gültig sind. Wir können daher auf den innern Zusammenhang jener Gesetze unter sich nicht eingehn.

1. Gesetz vom Umschlagen von Quantität in Qualität und umgekehrt. Dies können wir für unsern Zweck dahin ausdrücken, daß in der Natur, in einer für jeden Einzelfall genau feststehenden Weise, qualitative Änderungen nur stattfinden können durch quantitativen Zusatz oder quantitative Entziehung von Materie oder Bewegung (sog. Energie).

Alle qualitativen Unterschiede in der Natur beruhen entweder auf verschiedner chemischer Zusammensetzung oder auf verschiednen Mengen resp. Formen von Bewegung (Energie) oder, was fast immer der Fall, auf beiden. Es ist also unmöglich, ohne Zufuhr resp. Hinwegnahme von Materie oder von Bewegung, d.h. ohne quantitative Änderung des betreffenden Körpers, seine Qualität zu ändern. In dieser Form erscheint also der mysteriöse Hegelsche Satz nicht nur ganz rationell, sondern selbst ziemlich einleuchtend-

Es ist wohl kaum nötig, darauf hinzuweisen, daß auch die verschiednen allotropischen und Aggregatzustände der Körper, weil auf verschiedner Molekulargruppierung, auf größeren oder geringeren dem Körper mitgeteilten Mengen von Bewegung beruhen.“

Engels, Friedrich (1925): Dialektik der Natur. In. Marx, Karl, Friedrich Engels (1962): Werke. Bd. 20. Berlin (Karl Dietz Verlag), S. 349.




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