18.6.3.1 Innerhalb gewisser Bandbreiten können Irritationen durch Umweltereignisse in ihrer störenden

Das kann man sich vorstellen wie bei einem Drahtseilakt: Gewisse Störungen durch den Wind oder die Bewegung des Seils kann der Artist durch Gegenbewegungen ausgleichen. Aber, wenn sie eine gewisse Marge/einen bestimmten Grenzwert überschreiten, dann erfolgt der Sturz in die begeistert erschreckte Menge der Zuschauer…

Das gilt für alle homöostatischen Prozesse, unabhängig davon, welche Variable im Gleichgewicht gehalten werden muss/soll. Beim Organismus sind das biochemische Variablen, die in einem „Normbereich“ gehalten werden müssen, um das Überleben zu sichern, bei psychischen und sozialen Systemen sind es spezifische Sinnkriterien, die individuell sehr verschieden sein können. Bei einem Unternehmen ist es relativ simpel: Es muss seine Rechnungen bezahlen können oder geduldige Gläubiger haben…

(Zu dem Zitat unten: Die Autoren verwenden den Begriff Organisation so, wie hier der Begriff Muster verwendet wird; das Wort Muster wird gebraucht, um die eh schon bestehende Sprachverwirrung im Blick auf Organisationen (gemeint: ein Typus sozialer Systeme) nicht noch zu steigern.

 

Literatur:

„Die alles wird deutliche in der Unterscheidung von vier Bereichen (Gebieten oder Ordnungen), die von der Struktur einer Einheit festgelegt werden:

a) Bereich von Zusstandsveränderungen – das sin alle Strukturveränderungen, die eine Einheit ohne Veränderung ihrer Organisation erfahren kann, also unter Aufrechterhaltung ihrer Klassenidentität.

b) Bereich von destruktiven Veränderungen – das sind alle Strukturveränderungen, die zum Verlust der Organisation einer Einheit und daher zu ihrer Auflösung als Einheit einer bestimmten Klasse führen.

c) Bereich von Perturbationen – as sind alle Interaktionen, die Zustandsveränderungen auslösen.

d) Bereich von destruktiven Interaktionen – das sind alle Perturbationen, die zu einer destruktivne Veränderung führen.“

Maturana, Humberto, Francisco Varela (1984): Der Baum der Erkenntnis. Bern (Scherz) 1987, S. 108.




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