2.2 Unterscheiden: Jede Operation, durch die ein Raum, Zustand oder Inhalt (= eine Welt) geteilt wird.

Das kann auch konkret als materielles Zerteilen geschehen: Wenn man sich als Heimwerker, zum Beispiel, ungeübt im Umgang mit der Kreissäge einen Finger absägt, dann hat man aus einer Einheit (Raum, Zustand oder Inhalt = eigener Körper) zwei Einheiten gebildet, wodurch die eine Einheit zu einer Umwelt bzw. dem Bestandteil einer Umwelt/des Kontextes wird (eigener Körper vs. Kontext = eigener Finger, vgl. 2.2.1), und es bedarf der Fähigkeiten und „Operationen“ eines Chirurgen, um diese zwei Einheiten wieder zu einer Einheit zusammenzunähen (=zusammengesetzte Einheit vgl. 7.2.2). Allerdings reicht dies – um im Beispiel zu bleiben – nicht aus, denn es müssen auch innerhalb dieser zusammengestückelten Einheit Prozesse stattfinden, die für die Wiedervereinigung beider Teile sorgen (und dass Wiedervereinigungen komplexe Prozesse sind, die nicht durch das schlichte mechanische Zusammenschrauben erledigt sind, weiss seit 1990 jeder – zumindest jeder Bewohner Deutschlands).

Was hier blutrünstig am Beispiel der Effekte einer Kreissäge illustriert ist, kann auch geistig vollzogen werden, d.h. es kann im Prinzip auch kognitiv zwischen dem eigenen Körper und dem eigenen Finger unterschieden werden. Wer das tut und obendrein keine Lust mehr hat, mit seinem Finger weiter zusammenzuleben, hat die Möglichkeit, ihn entweder einfach zu ignorieren (vgl. 2.2.5.1) oder, wenn das nicht ausreicht, ihn abzuhacken (das geht mit anderen Körperteilen natürlich auch).

 

Literatur:

„Reconsidering the first command,

draw a distinction,

we note that it may equally well be expressed in such ways as

let there be a distinction,

find a distinction,

see a distinction,

describe a distinction,

define a distinction,

or

let a distinction be drawn,

for we have here reached a place so primitive that active and passive, as well as a number of other more peripheral opposites, have long since condensed together, and almost any form of words will suggest more categories than there really are.“

G. Spencer-Brown (1969): Laws of Form. New York (E.P. Dutton) 1979, S. 84.

„(…) Wahrnehmung arbeitet nur mit Unterschieden. Jede Informationsaufnahme ist notwendig die Aufnahme einer Nachricht von einem Unterschied, und alle Wahrnehmung von Unterschieden ist durch Schwellen begrenzt. Unterschiede, die zu klein oder zu langsam dargestellt sind, können nicht wahrgenommen werden. Sie sind keine Nahrung
für die Wahrnehmung.“

Bateson, Gregory (1979): Geist und Natur. Eine notwendige Einheit. Frankfurt
(Suhrkamp) 2002, S. 39 f.

 

 


 




25 Gedanken zu “2.2 Unterscheiden: Jede Operation, durch die ein Raum, Zustand oder Inhalt (= eine Welt) geteilt wird.”

  1. interessant, die Geschichte mit der Kreissäge und dem abgesägten Finger.
    Ein keineswegs seltener Fall, der in den allermeisten Fällen als ein Un-Fall zu betrachten ist.

    Diese Geschichte gehörte nämlich 1979 zu den Fragen, die mir im mündlichen Staatsexamen, von einem der damaligen – zur Abnahme von mündlichen Staatsexamina ermächtigten – chirurgischen Oberärzte gestellt wurden.

    1) Was ist zu tun und auch zu raten, aus Sicht eines Operateurs?
    2) Was wäre zu tun, aus Sicht des Ersthelfers, der zufällig als Beobachter 1. Ordnung vor Ort weilt?
    und
    3) Was kann man definitiv (und getrost) vergessen im weiteren Vorgehen angesichts einer derartigen Konstellation?

    Ich gehe davon aus, daß die Allermeisten fuchsteufelswild auf die Barrikaden gingen, wenn zu 3) folgende Antwort käme:

    „Das war der Stinkefinger, den kann man unbedenklich und ungesehen entsorgen.
    Das hab ich so gelernt, denn das hat uns unser(e) Lehrer(in) beigebracht. So stand das auch in unserer Fibel in der Grundschule und den weiterführenden Schulen bzw. auch im Bibliotheks-User-Handbuch an der Uni“.

    Noch Fragen?

  2. @1: Ja, ist das nicht schön?
    speziell als flash mob …
    https://www.youtube.com/watch?v=ZxUmq2tOQ2Q

    Chemnitz und Dresden dagegen,
    könnte man nach Leipzig ein und Leipzig glatt vergessen.
    Das war vor sieben Jahren,
    und es ist zwischenzeitlich ziemlich viel passiert.
    Aber ich muß gestehen, bin immer noch ein ziemlicher Fan von Flashmobs,
    egal wo

  3. Hallo Fritz,
    bei 2.2 knirscht es bei mir beim Sprachgebrauch von „Zustand“ (das liegt an meinem Physiker), denn ein Zustand kann nicht geteilt werden (vielleicht mitgeteilt, aber das ist etwas anderes).
    „Zustand“ markiert eine Ist-Situation eindeutig: Jede physikalische Größe hat einen Wert (damit beschreibt ein naturwissenschaftlicher Beobachter). Der Zustand ist dadurch mitteilbar in dem Sinne, das wir beide einen Zustand/eine Situation miteinander teilen, d.h. uns darüber austauschen können.
    Der Zustand bleibt jedoch der Zustand und diesem Sinne eindeutig, eben nicht teilbar (dann würde er uneindeutig). Teilt sich dieser 1 Zustand, dann teilt sich das System (räumlich; zeitlich nacheinander verschiedene Zustände einnehmen ist wieder etwas anderes und möglich).
    Zustände lassen sich nach meinem Verständnis daher nur beschreiben, vergleichen, mitteilen – und nicht teilen); für all das braucht es die Beobachter.
    Im mikroskopischen Extremfall der Quantmechanik hängt das Ergebnis der Beschreibung von dem Wie der Beobachtung ab.
    Im makroskopischen Alltag sozialer Systeme hängt das Ergebnis auch von der Beobachtung ab, jedoch besonders stark vom Wie der Beschreibung.
    Meine ich jedenfalls
    C.R.

  4. @C.R.: Das scheint mir (D)ein objektivistischer Irrtum (aus konstruktivistischer Sicht). Denn erst der Beobachter kreiert und definiert durch sein Unterscheiden den Zustand.

  5. ein Zustand ist ein Ist-Zustand und wird gerne verdinglicht,
    z.B. eine Krankheit, oder physikalisch beschrieben als Fieber-Zustand.
    Im Gegensatz zu einem Ding, das als permanent identisch erlebt wird, ist ein Zustand volatil oder auch nicht. Die Volatilität beschreibt die Teilungen, Unterscheidungen des Zustands.

    Das ist ja unser Fallstrick wenn wir mit lebenden Systemen kommunizieren.
    Wir beschreiben den Zustand eines Systems als wäre dieser ein Ding, das vom System besessen wird, als Eigentum, und nicht als Verhalten,
    d.h. wir abstrahieren von der Dynamik des Systems.

  6. @FBS: Sehe und verstehe das konstruktivistische Argument schon; allerdings definierst Du ja „Beobachter“ als „sprachbegabten Beobachter“ – bevor es den gab, gab es dann nichts …?
    Wenn der Einzeller und die Amöbe vor uns sprachbegabten Beobachtern existent waren – vieles spricht darüber (wissen tue ich es nicht) – dann haben sie in meinem Verständnis auch schon eine Art von „Beobachtung ihrer Umwelt“ geleistet; that’s grammar of existence, of life – isn’t it?

    @Werner: „Zustand“ als physikalischer Begriff bedeutet nicht statisch im Sinne von unbewegt, den „Impuls“ ist eine „Zustandsgröße“ …

  7. @6: Nein. Ich definiere jede abgegrenzte (=unterschiedene) Einheit, die unterscheidet und bezeichnet, als Beobachter. Sprache ist dazu nicht nötig!

  8. Das widerspricht 1.1!

    Und wie bezeichnet „x“? Und wie willst Du darüber eine Auskunft geben können?

  9. @8: Wieso? Wenn alles, was gesagt wird, von einem Beobachter gesagt wird, heißt das ja nicht, dass alle Beobachter etwas sagen müssen.

    Noch nie was von Umkehrschlüssen gehört, die logischer Unsinn sind? Um es mit Lewis Caroll zu formulieren: „Wenn ich feststelle, dass alles, was mir gehört, mir gefällt, bedeutet das nicht, dass alles, was mir gefällt, mir gehört!“

  10. @9: Wieso? Es sagt ja nie jemand nichts … Schon gar Du nicht. (Entschuldige, kleiner Seitenhieb …).

    Also: Wenn ich feststelle, dass alles, was mir gehört, mir gefällt, bedeutet das, dass alles, was mir nicht gefällt, mir nicht gehört.

  11. … sagen bedeutet doch, etwas zu sagen. Und wenn man etwas sagt, dann sagt man eben etwas. Sonst könnte man es auch bezeichnen nennen, aber dann muss Satz 1.1 lauten:

    Alles, was bezeichnet wird, wird von einem Beobachter zu einem Beobachter (der er selbst sein kann) bezeichnet.

    Dann musst Du das aber erklären. Unter 1.1 zitierst Du Maturana. Und er schreibt in dem Zitat von >Menschen<. Ich weiß nicht (weiß es wirklich nicht), wie das Kunststück gelingen soll, aus der menschlichen Sprache rauszutreten. Vielleicht gelingt es Dir. Mir nicht.

  12. @11: Maturana spricht von menschlichen Beobachtern, das ist richtig. Und ich fange mit ihm an, weil ich auch als Beobachter Sprache benutze, um mit anderen Beobachtern zu kommunizieren (indem ich ein Buch verfasse).

    Aber das heißt nicht, dass deswegen der Begriff des Beobachtens allein auf den Menschen anzuwenden ist bzw. der Prozess des Unterscheidens und Bezeichnens nur bei Menschen zu beobachten ist.

  13. 12) Ja – dann ist es ein anderer Kontext! Eine andere Form der Beobachtung. Das muss so sein, das ist anders nicht korrekt zu denken. Sonst brauchen wir gar nicht mehr von „Menschen“ zu sprechen (im Unterschied zu Eichhörnchen, Fischen, Steinen, Booten …).

    Gut – dann muss man sich überlegen, wovon man da redet. Das geht schon! Möglich ist es, m.E.. Und dass auch andere Lebewesen „beobachten“, keine Frage. Nur anders. Oder man auch sagen kann, wenn man möchte, dass eine Kamera etwas „beobachtet“(gekoppelt mit einem Programm zur Gesichtserkennung zum Beispiel). All das ist möglich. Es ist eben abhängig vom Kontext.

    Oft – sehr oft – machen wir aber den großen Fehler, von uns Menschen auf „alle anderen“ zu schließen. Und das ist tatsächlich ein sprachliches Problem, denn der Ausdruck „beobachten“ bleibt gleich, der Kontext aber ändert sich. Das heißt aber nicht, dass ein menschlicher Beobachter, der diese Sachverhalte beschreibt, sich dessen bewusst ist (sich der Statik seiner Konzepte bewusst ist, obgleich der Kontext anders ist). Hier setzt die Kybernetik 2. Ordnung an. Sie ist m.E. absolut unerlässlich, will man diese Fehlschlüsse vermeiden. Denn so behält man den Kontextwechsel im Blick … immer noch könnte man meinen, dass der Ausdruck „beobachten“ kontextunabhängig seinen Sinn bekommt. Dass das nicht so ist, wissen wir theoretisch. Aber wenn es so offensichtlich wäre (praktisch), bräuchte man nicht weiter darüber zu philosophieren und keine Bücher darüber zu schreiben. …

    Guten Abend.

  14. @13: Richtig. Deswegen habe ich das ja auch – eigentlich unübersehbar – in die ersten Sätze reingeschrieben…

  15. @ 12
    @ 13
    M.E, empfiehlt es sich an dieser Stelle, den Unterschied zwischen trivialen und nicht-trivialen Maschinen einzuführen.
    Eine Kamera „beobachtet“ nicht.
    Eine Kamera kann Fotos machen bzw. Bilder in Bewegung sprich Filme aufzeichnen.

    Und das gilt für sämtliche Formen dieser Technologie. Und auch die Künstliche Intelligenz wird den Unterschied zwischen trivialen und nicht-trivialen Maschinen nicht aus der Welt schaffen.

    Die Motivwahl, die Selektion, die Akzentuierung und Zuweisung spezifischer Werte und deren Ausarbeitung und Gestaltung, die ein Beobachter als besonders zu betonen hervorhebt, und zwar gleichgültig ob verbal oder non-verbal, das macht den diskreten, aber dennoch gewaltigen Unterschied zwischen trivialen und nicht-trivialen Maschinen aus.

  16. 15) Das Anführungszeichen hat auch eine Bedeutung.
    Mir scheint, dass der Unterschied zwischen trivialen und nicht-trivialen Maschinen logisch nicht korrekt ist (ich mag mich irren), weil man – um von nicht-trivialen Maschinen sprechen zu können – quasi die Black Box öffnen muss. Was wir bei einer Kamera porblemlos können (trivial), weil wir diese ja ohnedies konstruieren, können wir bei Lebewesen nicht. Das „nicht“ ist also der entscheidende Punkt. Und wenn wir sie (die Black Box) nun nicht öffnen können, können wir auch keine Aussage machen, ob dieses System nun trivial oder nicht-trivial sei. Zudem hilft mir (persönlich!) diese Unterscheidung nicht sonderlich weiter. Ich finde es nützlicher, die Kopplungen zu beschreiben.

    Und ich muss hier noch etwas ergänzen: Ich habe mich nie mit Organisationen beschäftigt, sondern immer nur mit einzelnen Menschen (und kleineren Gruppen), aber nie mit Organisationen. Im Großen scheint mir die Differenz, die Simon (et al) setzt, nämlich die Kopplung zwischen Organismen, Psychen und Text (ich würde ja so frech sein und Kommunikation eiskalt durch Text ersetzen) (Text lebt losgelöst von Organismen; es sind regelhaft geordnete Zeichen …; Text organisiert sich zwar nicht selbst, aber Text kann losgelöst und gekoppelt gedacht werden … ) nützlich zu sein, weil sie die Komplexität so runterreduziert, dass man mit solchen Organisationen sinnvoll arbeiten kann.

  17. @15: Ich schlage vor, dann eher zwischen der Beobachtung trivialer und nicht-trivialer Systeme zu unterscheiden.

  18. @17: Das Konzept der nicht-trivialen Systeme bezieht sich ja nicht allein auf Menschen, sondern gilt generell für „lernende Systeme“, d.h. solche, die aufgrund bzw. ausgelöst durch ihre Interaktionsgeschichte ihre interne Struktur ändern, so dass aus dem heute beobachteten Verhalten nicht auf das Verhalten von morgen geschlossen werden kann.

    Das ändert allerdings nichts daran, dass es auch m.E. sinnvoll ist, Kopplungen in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken.

  19. @17: Texte würde ich als relevante Umwelten (pychischer oder sozialer Systeme) behandeln, da sie ihre Bedeutung immer erst durch ihren Gebrauch erhalten. Aber, wenn Individuen oder soziale Einheiten sich an Text als relevante Umwelten anpassen (z.B. „heilige Schriften“), dann sorgt das für eine nur noch begrenzte Flexibilität bzw. eine „wunderbare“ Stabilität oder – nicht so positiv bewertet – „Erstarrung“ des sozialen Systems.

  20. Lebewesen eben.
    Ich finde, das ist ein ganz guter Ausdruck. Wie sie das tun („Lernen“), das ist doch eine andere Frage. Oder nicht?

    Ja – Text als Umwelt. Dann passt es ja in die „Theoriearchitektur“, um das schöne Wort zu gebrauchen. Und man weiß auch real, an welcher Schraube man drehen kann, um etwas Dynamik in die Erstarrung zu bringen (vielleicht; über die Jahrhunderte …).

  21. @17 Ja, so will ich es auch verstanden wissen, Andrea.

    Die “ “ Zeichen haben auch eine Bedeutung. Sie stellen -metaphorisch- den Zuammenhang her, eine Bedeutung mit sich tragend, die auf einen anderen Zusammenhang verweist, wie:
    „das erinnert an“,
    „es sieht so aus, wie“
    „es schmeckt irgendwie zitronig, nussig, nach Karamel ect. pp …“
    (oder auch „wie Oma unterm Arm u.ä.) …
    „das muffelt hier ja mal wieder am laufenden Band wie fortgelaufener Limburger Käs“

    Wie sollte man sonst eigene Sinneseindrücke anders zum Ausdruck bringen als sie verbal bzw. auch non-verbal in den Raum zu stellen.
    „Einen Koffer“ zum Beispiel …

    In der Regel sind das aber „Alles Ferz“, die
    normalerweise derart flüchtig sind, daß man sie auch schnell wieder vergißt bzw. schnellstmöglich vergessen will.

    Am allerschwierigsten alledings erscheint es mit, mit „denne Ferz im Hirn“ umzugehen,
    die üblicherweise auf zuckersüßen Pfötchen einherkommen, einem Honig um den – auch nicht vorhandenen Bart zu schmieren pflegen, wohl wissend, wo die Schwächen des Gegenübers liegen und im Anschluß daran versuchen einem -mehr oder minder dauerhaft- mit allerlei Lobhudeleien das Hirn zu vernebeln.

  22. Ja, das finde ich auch gut:

    „Im Großen scheint mir die Differenz, die Simon (et al) setzt, nämlich die Kopplung zwischen Organismen, Psychen und Text (ich würde ja so frech sein und Kommunikation eiskalt durch Text ersetzen) (Text lebt losgelöst von Organismen; es sind regelhaft geordnete Zeichen …; Text organisiert sich zwar nicht selbst, aber Text kann losgelöst und gekoppelt gedacht werden … )“

    vor allem hat „Text“ anstatt „Kommunikation“ den Vorteil, daß man die syntaktischen Mißgeburten unmittelbar schwarz auf weiß hat …
    im Zweifel sogar mit Unterschrift verbrieft
    und ggf. sogar -vermittels Mont Blanc z.B.- auf speziellem Bütten und/oder Pergamentpapier gegengezeichnet.

  23. @20 „Texte würde ich als relevante Umwelten (pychischer oder sozialer Systeme) behandeln, da sie ihre Bedeutung immer erst durch ihren Gebrauch erhalten.“

    Ja, nochmals: „Texte als relevante Umwelten“ ,
    zumal diese „ihre Bedeutung immer erst durch ihren (aktuellen oder auch wiederholten)
    Gebrauch erhalten“
    Dabei kommt es aber darauf an, wie gut man sich selbst in der Lage sieht,
    den Wünschen einer aktuell relevanten Umwelt -u.U. gehorsamst zu entsprechen,
    mit dem Ziel dieser baldmöglichst zu entkommen.

    Insofern gilt bei der Verkopplung von psychischen und sozialen Systemen nicht nur
    „rette sich, wer kann“ , sondern eher dieses Muster von GB an Oelze
    (bereits vielfach zitiert)

    „Erkenne die Lage …
    etc. pp“

    denn
    “ nur was der Augenblick erschaftt,
    das kann er nutzen.“

    https://www.youtube.com/watch?v=eM9KcV50DLA

  24. 23) Genau! Mir fallen viele Beispiele aus der Juristerei ein (fehlerhafte Testamente führen häufig zu großen Streitigkeiten – ein fehlender Satz hier, eine fehlende Unterschrift da; hier hilft es auch wenig, wenn man zu Lebzeiten immer gesagt hat, dass …). Anwälte leben sehr gut davon. Manch ein Jurist schreibt den ganzen Tag Verträge und übersetzt damit die verbal artikulierten Wünsche der Klienten in eine (zum Zeitpunkt x) korrekte schriftliche Form. Das kann einem sehr viel Ärger (und Geld) ersparen.

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