2 Gedanken zu “2.2.6.1

  1. @1: Ihre Frage bedarf zunächst einer Rückblende auf 2.2.2-3 ff

    indem ein Beobachter durch seine eigne (!) Unterschiedssetzung einen Raum, einen Zustand, eine (seine eigene) Welt mit einem Inhalt erschafft, wodurch er zwischen Innen und Außen unterscheiden kann, wird gleichzeitig auch eine Grenze zwischen dem Beobachter 1. Ordnung (als Individuum und als beobachtendem Subjekt) und „seinem“ beobachteten Ding (auch Lebewesen) als seinem Objekt, auf das ein Beobachter den Fokus seiner Aufmerksamkeit richtet.
    Es dürfte ersichtlich werden, daß alles, was außerhalb dieses Aufmerksamkeitsfokus und somit auch außerhalb des momentanen Standpunktes eines Beobachters liegt, so lange in einem „unmarked space“, einem unbekannten, nicht näher bezeichneten Raum, als nicht gesehen, als nicht gehört, als nicht differenziert wahrgenommen gelten muß, solange es nicht als früher schon einmal wahrgenommen -aus dem „Archiv“ in den momentan aktiven „Arbeitsspeicher“ geholt und -evtl. anders beleuchtet und einer anderen Perspektive weiter differenziert werden kann. Allerdings kostet es Zufuhr von Energie um (wieder) nach Innen zu gelangen, um Vergessenes und Verschüttetes zu bergen und es zu erinnern. Themodynamisch auch Entropie genannt, ein janusköpfiger Prozeß an Chaos-Ordnungsübergängen, der z.B. auch die Charakteristika der Trauer-ARBEIT ausmacht.

    Physiologisch bündelt sich das Ganze rund um die „Pforte zum Unbewußten“, den Thalamus.

  2. @1&2: Ja. Was nicht bemerkt wird, kann auch nicht als differenziert kategorisiert werden.

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