2.3 Bezeichnen: Eine zweite Operation des Unterscheidens wird vom Beobachter mit einem ersten Unterscheiden gekoppelt und als Verweis (=zeigen) auf das erste Unterscheiden gebraucht.

Namen sind ja nicht mehr als Schall und Rauch, selbst dann wenn sie als Namensschilder oder Etiketten irgendwem oder  -was angeheftet werden. Das heißt, sie unterscheiden sich in ihrer Materialität meistens von dem, was sie bezeichnen. Und was sie bezeichnen, ist relativ willkürlich, entweder von irgendwem, der sich einen Namen für x oder y ausgedacht hat, oder vom Zufall bestimmt, durch einen aus früher Vorzeit stammenden Gebrauch bestimmt usw. Wichtig ist aber für jeden, der sich in der Gesellschaft – oder auch in freier Natur – zu bewegen sucht, beides auseinander zu halten: Namen und Benanntes.

Literatur:

„Once a distinction is drawn, the spaces, states, or contents on each side of the boundary, being distinct, can bei indicated.

(…)

If a content is of value, a name can be taken to indicate this value.“

Spencer-Brown, G. (1969): Laws of Form. New York (E.P. Dutton) 1979, S. 1.

Fortsetzung:

https://carl-auer-akademie.com/blogs/formen/saetze/2-beobachten/2-3/2-3-1/

2 Gedanken zu “2.3 Bezeichnen: Eine zweite Operation des Unterscheidens wird vom Beobachter mit einem ersten Unterscheiden gekoppelt und als Verweis (=zeigen) auf das erste Unterscheiden gebraucht.”

  1. Zu 2.3 „Bezeichnen“
    Muss es nicht heißen: „Eine zweite Operation des Beobachtens wird vom Beobachter …“?

  2. @1: Nein, weil Beobachten als Kopplung zweier Operationen des Unterscheidens definiert ist… Das heißt, wenn man Ihrem Vorschlag folgen würde, hätte man vier Operationen des Unterscheidens.

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