2.3.1 Das 1. Unterscheiden soll Unterscheiden (=distinction) genannt werden, das 2. Unterscheiden soll Bezeichnen (=indication) genannt werden.

Auch das sind selbstverständlich vollkommen willkürlich gewählte Begriffe, denn auch jede „indication“ ist darauf angewiesen, dass eine „distinction“ vollzogen wird, nur eben in unterschiedlichen Phänomenbereichen: Der Name „Fritz Simon“ (indication) verweist auf einen konkreten Menschen, d.h. auf eine Unterscheidung im Bereich bzw. in der Menge der konkreten Menschen, der Name hingegen stellt eine Unterscheidung dar im Bereich möglicher Namen (ich verkneife mir hier mögliche Alternativen, um niemanden auf irgendwelche abseitigen Ideen zu bringen). Wenn hier bzw. in diesem Buch zwischen distinction und indication unterschieden wird, so wird damit auf einen Unterschied in der Funktion des Unterscheidens verwiesen: einmal geht es darum, auf eine andere Unterscheidung zu verweisen (=indication), das andere Mal (distinction) nicht.

Die getrennte Betrachtung beider Bereiche ist notwendig, weil z.B. Texte einer anderen Logik folgen als Lebensprozesse. Speisekarte und Speise zu verwechseln ist generell riskant.

 




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