2.3.7 Räumen, Zuständen oder Inhalten, die als unterschiedlich bezeichnet werden, wird zumindest ein definierendes Merkmal unterschiedlich zu- bzw. nicht zugeschrieben.

So pingelig ist man in der Umgangssprache und dem Alltagsdenken mit dem Absprechen von Identität nicht. Da wird über kleine Unterschiede hinweggesehen…

Ein gutes Beispiel dafür sind Leihwagen. Sie sollen lt. Mietvertrag in dem (!) Zustand, in dem sie vom Kunden übernommen wurden, zurückgebracht werden. Deswegen verlangen manche Firmen, die den Wagen vollgetankt übergeben, dass er auch vollgetankt zurückgegeben wird. Und wenn Kratzer im Lack sind, dann haben manche Firmen eine Schablone mit einem wenige Zentimeter großen Loch: Wenn der Kratzer vollständig in das Loch passt, dann gilt er nicht als Lackschaden; ist er größer, wird der Kunde zur Kasse gebeten.

In der Praxis, das mögen diese Beispiele belegen, ist ein schlampiger Umgang mit der Zuschreibung nützlicher als eine logisch saubere Definition – wie ja überhaupt schlampiges Denken gewisse Vorteile mit sich bringt (aber gelegentlich leider auch Nachteile).




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