2.5.5 Nicht jedes Unterscheiden produziert eine beobachtbare Grenze zwischen Räumen, Zuständen oder Inhalten innen und außen, die bezeichnet werden können (z.B. beim Unterscheiden zwischen Ideen).

Daher sind Ideen das ideale Instrument zur Etablierung sozialer Unterschiede, denn deren Grenzen lassen sich weder durch die Anwendung von Gewalt verschieben noch durch die Anwendung irgendwelcher Messverfahren objektivieren oder falsifizieren.

Aber generell kann gesagt werden, dass Abstracta keine erkennbaren Grenzen produzieren. Ausnahme sind vielleicht Paradoxien, durch die Bedeutungsräume, -zustände oder -inhalte entstehen, für die unentscheidbar ist, ob sie der Innen- oder Außenseite der Unterscheidung zuzurechnen sind.




1 Gedanke zu “2.5.5 Nicht jedes Unterscheiden produziert eine beobachtbare Grenze zwischen Räumen, Zuständen oder Inhalten innen und außen, die bezeichnet werden können (z.B. beim Unterscheiden zwischen Ideen).”

  1. „Die Koordination des Verhaltens mehrerer Akteure gelingt
    [kann gelingen, muß aber nicht],
    wenn die individuellen Zuschreibungen von
    Bedeutung/Sinn (= 1. Unterscheiden)
    [B/S=B:S (!) ]
    zu den verwendeten Zeichen (= 2. Unterscheiden)
    BBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBBB…/SSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSS….
    [nicht jedes Signum, nicht jeder Schnörkel, nicht jede Sauklaue wird entzifferbar sein]
    hinreichend ähnlich ist
    und
    ihr Gebrauch zueinander passt
    – was sich darin erweist, daß die Koordination ihres Verhaltens
    aus Sicht der beteiligten Akteure gelingt (=Viabilität)“

    …. noch Fragen?

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