2.6.6 Zeichen: Wenn das Bezeichnen des Unterscheidens eines Raums, Zustands oder Inhalts in einem Medium erfolgt, das über zeitliche und/oder räumliche Abstände hinweg wiederholt und von unterschiedlichen Nutzern gebraucht, d.h. erinnert oder kommuniziert, werden kann (z.B. Bilder, Skulpturen, Texte …), so soll das Mittel des Bezeichnens Zeichen, Markierung, Symbol oder Namen genannt werden.

Alte Kartenspieler-Weisheit: „Wer schreibt, der bleibt!“

Wer wüßte heute noch von den Pharaonen, wenn nicht Hieroglyphen von ihren Heldentaten berichten würden; wer würde Goethe kennen, wenn seine Gedanken nicht auf Papier festgehalten worden wären.

In Zeiten vor der Schrift und in Kulturen, die nicht auf schriftliche, sondern auf mündliche Überlieferung zählen, muss erheblich mehr aktiv erinnert werden (z.B. die Geschichte von Generation zu Generation erzählt und damit tradiert werden), damit nicht vergessen wird.

Allerdings wird auch leichter vergessen, wenn man sich nicht erinnern muss, weil man meint, alles Wichtige sei schriftlich oder auf anderen Datenträgern „gesichtert“:

Wenn hier Zeichen, Markierung, Symbol, Namen synonym verwendet werden,  so ist dies zugegebenermaßen ein entdifferenzierter Gebrauch dieser Worte; sie werden miteinander identifiziert, d.h verwechselt. Aber das ist das Prinzip der Identitätzuschreibung: Verwechslung von Unterschiedlichem.




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