20.1 Definition: Ein lebendes System als autopoietisches System erzeugt sich als zusammengesetzte Einheit (Zelle, Organismus) durch das Netzwerk der Interaktionen biochemischer (anatomisch-physiologischer) Komponenten (Moleküle etc.) und grenzt sich gegen seine physische Umwelt (=ökologische Nische) und andere lebende Systeme ab.

Das Muster autopoietischer Prozesse kan sich in unterschiedlichen Phänomenbereichen und in unterschiedlicher Materialität realisieren. Lebende Systeme sind in einer physischen Welt/Umwelt beobachtbar, einer konkreten ökologischen Nische. Sie erschaffen sich als zusammengesetzte Einheiten – mit spezifischen Kopplungsmustern – durch biochemische Prozesse…

 

Literatur:

„(…) Teile spezifizieren einander, legen sich gegenseitig fest. Durch dies Art der Verknüpfung im molekularen Bereich zeichnet sich das Leben aus und gewinnt seine autonome Qualität. Aus einer molekularen Suppe hebt sich eine Zelle dadurch heraus, daß sie Grenzen definiert und festlegt, die sie von dem, was sie nicht ist, abgrenzen.“

Varela, Francisco (1984): Der kreative Zirkel. Skizzen zur Naturgeschichte der Rückbezüglichkeit. In. Watzlawick, Paul (Hrsg.) (1984): Die erfundene Wirklichkeit. München (Piper), S. 296f.




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