20.2 Aus der Perspektive des außenstehenden Beobachters ist unentscheidbar, was zuerst existierte: die Außengrenze (z.B. die Zellmembran, die Haut eines Organismus) oder die internen Prozesse (der Stoffwechsel etc.), deren Voraussetzung und Folge die Existenz dieser Haut ist und die diese Haut erzeugen und erhalten (Selbstreferenzialität = Zirkularität und Simultaneität der Prozesse).

Figur 30

 

Eine Variation der Henne-Ei-Frage…

 

Literatur:

„Diese Festlegung von Grenzen vollzieht sich jedoch durch molekulare Produktionsvorgänge, die ihrerseits erst durch die Grenzen möglich gemacht wurden. Die chemischen Umwandlungen und die physikalischen Grenzen bedingen einander gegenseitig; die Zelle bebt sich von einer homogenen Umgebung ab. Wir dieser Prozeß der Selbsterzeugung unterbrochen, dann bilden die Zellbestandteile nicht längereine Einheit und lösen sich nach und nach wieder in eine homogene molekulare Suppe auf.“

Varela, Francisco (1984): Der kreative Zirkel. Skizzen zur Naturgeschichte der Rückbezüglichkeit. In. Watzlawick, Paul (Hrsg.) (1984): Die erfundene Wirklichkeit. München (Piper), S. 296f.

 




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