20.7 Menschliche Organismen beobachten sich selbst in der Beziehung zu ihrer ökologischen Nische (=physische Umwelt) und ihrem Bewusstsein (= psychisches System), d.h. die Relation dreier autonomen zusammengesetzter Einheiten.

 

Figur 31

Man reist im Winter nach Neu Delhi und versucht leichtsinnigerweise zu atmen: Die Luft ist so schlecht, wie man sie in Europa einfach bislang noch nicht herzustellen schafft, die unzähligen Autos und über 70.000 grün-gelben Motorrikschas („Tuk-Tuks“) produzieren unvergleichlich schreckliche Abgase, vor allem aber: Es wird Kuhmist verbrannt, der als Heizmittel der armen Leute dient. Der Körper des Besuchers reagiert mit Husten und beschreibt damit strukturdeterminiert die Luftqualität dieser ökologischen Nische, das Bewußtsein, das nicht nur die nebelförmige Luft – Sichtweite 100 Meter – wahrnimmt („Trau keiner Luft, die du nicht sehen kannst“- sagt der Taxifahrer), sondern auch unter dem dauernden Husten leidet, beschließt umzukehren und nach Hause zu fahren (natürlich: zu fliegen) und den Körper seines Besitzers nimmt es mit auf die Reise: Up, up, and away! – ein Unterschied, der für den Organismus einen Unterschied macht.




4 Gedanken zu “20.7 Menschliche Organismen beobachten sich selbst in der Beziehung zu ihrer ökologischen Nische (=physische Umwelt) und ihrem Bewusstsein (= psychisches System), d.h. die Relation dreier autonomen zusammengesetzter Einheiten.”

  1. So mag es Menschen aus Fleisch und Blut ergehen. Den Indern in Neu Dehli macht die Luft nichts aus, denn sie sind made out of spirit.

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