21.4.1 Variante 1: Bei der Kopplung der konkreten Mitglieder/Teilnehmer eines sozialen Systems sind die Komponenten (Organismen) des Systems konstante Größen, während die Muster der Koordination ihres Verhaltens (und damit der Kommunikation) variabel sind und sich im Laufe der Zeit ändern (können).

Dieses Verständnis von Kommunikationssystemen entspricht weitgehend der Vorstellung, wie sie Alltagstheorien charakterisiert. Dabei sind dann Menschen (oder Tiere) die „Teile“, und das soziale Systeme ist das „Ganze“, das durch diese Teile gebildet wird. Das ist eine erst einmal nahe liegende Definition, die auch weitgehend dem alltäglichen Erleben der meisten Menschen entspricht. Ihre Grenzen findet diese Konezptuaisierung bei größeren Systemen wie etwa einer Großorganisation, einer Kultur oder der Weltgesellschaft. Der Erklärungswert sinkt gegen Null, wenn man z.B. den Zustand der Weltpolitik durch die Interaktion der einzelnen Bewohner dieses Planeten zu erklären versucht.

Nützlich ist dieses Modell bei der Untersuchung kleiner sozialer Systeme, die durch Face-to-face-Kommunikation charakterisiert sind. In Familien ändern sich z.B. die Spielregeln im Laufe des familiären Lebenszyklus, während die Teilneher – auch wenn sie sich verändern – nicht ausgetauscht werden (im Idealfall). Ganz generell kann festgestellt werden, dass die Konstanz der Mitglieder die Flexibilität ihrer Verhaltensmuster ermöglicht/nötig macht…

 




4 Gedanken zu „21.4.1 Variante 1: Bei der Kopplung der konkreten Mitglieder/Teilnehmer eines sozialen Systems sind die Komponenten (Organismen) des Systems konstante Größen, während die Muster der Koordination ihres Verhaltens (und damit der Kommunikation) variabel sind und sich im Laufe der Zeit ändern (können).“

  1. @“Spielregeln“
    Besteht der Ansatz der Systemtheorie nicht gerade darin, diese Spielregeln zu beschreiben? Ihr beliebtes Beispiel mit dem Schachspiel: Die Spielregeln (das System) bleiben für alle Spieler (die Umwelt) gleich, so unterschiedlich diese das Spiel auch spielen.
    Ob nun Trump, Putin, bin Laden, Xi oder Merkel regieren ändert nichts am globalisierten und digitalisierten Kapitalismus, nach dessen Spielregeln sie agieren.

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