21.6.2 Variante 2: Soziale Systeme, deren Mitglieder im Prinzip austauschbar sind und deren Interaktions- und Kommunikationsmuster durch die Sicherstellung sachlicher Funktionen bestimmt sind, sollen sachorientiert genannt werden.

Die prinzipielle Austauschbarkeit der Mitglieder solcher Systeme ist notwendig, um das Erreichen sachlicher Ziele oder die Erfüllung sachlicher Zwecke nicht von einzelnen Personen abhängig zu machen. Beispielhaft sind hier Organisationen, die 24 Std. am Tag in Bereitschaft sein müssen, ihre Dienstleistungen zu erbringen. Die Feuerwehr kann nicht nachts schließen und ihre „Kunden“ auf die morgendlichen „Dienstzeiten“ verweisen. Auch Notaufnahmen in Krankenhäusern können nicht damit rechnen, dass jeder einzelne Arzt oder jede Ärztin und jede Krankenschwester oder jeder Pfleger 24 Stunden, 7 Tage/Woche arbeiten kann. Lösung: Ersetzbarkeit der Mitarbeiter sichert die Funktionsfähigkeit der Organisation. Die Spielregeln dienen primär sachlichene Zielen, nicht den persönlichen Zielen der Beschäftigten (deswegen werden sie bezahlt bzw. erhalten sie „Schmerzensgeld“).




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