23.1 Der Organismus beobachtet seine physische Umwelt, d.h. die ökologische Nische, in der es ihm möglich ist seine Autopoiese aufrecht zu erhalten, indem er auf deren Veränderungen in einer durch seine eigenen Strukturen bestimmten Weise (=strukturdeterminiert) reagiert.

Die Reaktionen des Organismus auf die physischen Gegebenheiten seiner aktuellen Umwelt lasssen sich als (materielles/physisches) Unterscheiden und Bezeichnen definieren, das durch die Struktur des Organismus bestimmt ist.

Im Laufe der biologischen Evolution hat sich ein kontinuierlicher Beobachtungs- und Anpassungsprozess der Strukturen von Klassen von Organisemn an die sich über die Jahrtausende erstreckenden Änderungen der ökologischen Nischen für unterschiedliche Organismentypen ereignet.

(Das sind natürlich Feststellungen eines Beobachters 2. Ordnung, der in der Lage ist, sowohl  Organismen als auch ihre ökologischen Nischen zu beobachten.)

 

Literatur:

„Da die Nische eines Organismus die Menge aller Interaktionsklassen darstellt, in die dieser eintreten kann, und da der Beobachter den Organismus in einer von ihm definierten Umwelt betrachtet, erscheint ihm jedes Verhalten des Orgnismus als Aktualisierung der Nische, d.h. als eine Umweltbeschreibung erster Ordnung (von jetzt ab bezeichnet durch BESCHREIBUNG). Dies BESCHREIBUNG ist jedoch eine Beschreibung durch das Verhalten (die Interaktionen) des beobachteten Organismus un nicht durch eine Beschreibung mit Hilfe von Repräsentationen von Umweltzuständen. Die Relation zwischen Verhalten und Nische liegt ausschließlich im kognitiven Bereich des Beobachters.“

Maturana, Humberto (1970): Biologie der Kognition. In: ders. (198″2: Erkennen: Die Organisation und Verkörperung von Wirklichkeit. Braunschweig (Vieweg), S. 52f.




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