24.3.1 Körperliche Ereignisse/Prozesse (=Umwelt der Psyche) irritieren das Bewusstsein, was von ihm als psychisches Ereignis/Prozess (1. Unterscheiden) markiert (=erlebt) wird und wiederum andere psychische Ereignisse /Prozesse (2. Unterscheiden) zur Folge hat (=Psychodynamik).

An prominenter Stelle sind hier Schmerzen zu nennen. Es sind Wahrnehmungen (faktisches 1. Unterscheiden), die vom Bewußtsein als Resultat körperlicher Prozesse interpretiert werden (2. Unterscheiden).

In Abstimmung mit den Deutungsschemata des jeweiligen sozialen bzw. genauer: kulturellen Systems wird üblicherweise die Zuordnung von 1. und 2. Unterscheiden umgekehrt: Der Schmerz wird als Zeichen (hypothetisches 2. Unterscheiden) für körperliche, von der Norm abweichende Prozesse (hypothetisches 1. Unterscheiden) interpretiert.

Das erscheint dem vom Schmerz geplagten Individuum plausibel, weil der Schmerz sich in der vom Bewußtsein konstruierten dreidimensionalen Welt im Körperinneren lokalisieren lässt. Aber aus dieser Lokolisierung ist noch nichts über die Genese dieser Phänomene gesagt und entschieden. Ihre Erklärung wird in der Regel sozial konstruiert. Statt eines körperlichen Geschehens könnte auch ein böser Geist mit irgendeinem Instrument – einem Messer zum Beispiel – in den Gedärmen oder anderen Organen rumbohren…

 




Ein Gedanke zu „24.3.1 Körperliche Ereignisse/Prozesse (=Umwelt der Psyche) irritieren das Bewusstsein, was von ihm als psychisches Ereignis/Prozess (1. Unterscheiden) markiert (=erlebt) wird und wiederum andere psychische Ereignisse /Prozesse (2. Unterscheiden) zur Folge hat (=Psychodynamik).“

  1. „Die wirklich guten Späße entstehen aus schrecklichem Schmerz. Witzemachen ist eigentlich nichts anderes als eine gute Überlebenstechnik.“

    Deborah Ann „Debbie“ Harry, US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin, die 1974 als Sängerin und Songwriterin der New-Wave-Band Blondie bekannt wurde.

Schreibe einen Kommentar