8 Gedanken zu “24.4

  1. 24.4 Der menschliche Organismus beobachtet das Bewusstsein/die Psyche als eine relevante Umwelt.

    Wie geht das?

    Kann ich mir da das isolierte Auge vorstellen, das sich nach innen dreht? Mein Meister Alfred (Yogalehrer) schrieb mir vor ein paar Tagen, dass er seinen Augenhintergrund beobachten kann und dass die blaue Blume in meinem Garten die Farbe seines Augenhintergrundes hätte.
    Ich sagte: Alfred, ich finde das wirklich super, aber ich habe jetzt eine Stunde lange probiert, mein Auge nach innen zu drehen und es fühlt sich etwas „gespannt“ an.

  2. Du könntest (musst aber nicht) eigentlich froh sein, dass es Menschen gibt, die darüber ernsthaft nachdenken, die diesen Blog beleben, die Deine Arbeiten zu verstehen versuchen, die da und dort eine kritische Stimme erheben. Was willst Du hier? Ja-Sager?

  3. Beobachten = Unterscheiden + Bezeichnen. Dazu muss man nicht das Auge nach innen drehen. Es reicht, wenn Du dir z.B. vor Angst in die Hose machst.

  4. Hauptsache, man merkt’s (noch) rechtzeitig, um den eigenen Schließmuskel soweit im Griff zu haben, sodaß man noch zum gegebenen Zeitpunkt und am richtigen Ort die Hosen runterlassen kann. (Was bei Neigungen zur Diarrhoe schwierig sein kann)

    https://www.google.com/search?q=aktionspotential&client=firefox-b&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwjG47DntorbAhXB2qQKHVBLDNsQiR4IywE&biw=1536&bih=760

    Die Funktionaliät von Schließmuskeln zum gegebenen Zeitpunkt dicht zu halten, finde ich einfach genial.

  5. Ich habe heute einen Jungvogel umgebracht.

    Ich entdeckte ein Nest in (!) unserer Holzterrasse und schob mein Mobiltelefon durch einen Schlitz der Terrassenbretter, um die Vögel „sehen“ zu können. In einem Moment der Unachtsamkeit fiel mit das Handy in das Nest (durch den Schlitz). Ich versuchte es dann mit zwei unscharfen Messern wieder senkrecht (durch den Schlitz) raufzuziehen, das gelang nicht. Dann versuchte ich mit einem der Messer (im Nest war es ruhig geworden) das Telefon an den „Rand“ zu schieben, stattdessen – „verschob“ ich ein Vögelchen. Es war sinnlos. Also blieb nur aufschrauben. So schraubte ich heute Vormittag die Terrasse auseinander, nur um dann die ganze Tragödie zu Gesicht zu bekommen. Zwischendurch kam der Muttervogel; ein Vögelchen regungslos, vier nach Mama japsend, auf ihnen mein Telefon. Was man nicht alles anrichten kann, in Momenten der Unachtsamkeit.

    Zu dem Sprichwort fällt mir in dem Zusammenhang auch dieses ein:

    Eine Auge auf jemanden werfen.

  6. @5: so könnte man das nennen.
    Steht zwar so nicht bei Luhmann, obwohl sich die Temporalisierung der Komplexität
    auch darunter – sprich im – en kairo – fassen ließe.

    Man findet es aber bei Heinz von Foerster.
    …u.a.auch in Zusammenhang mit „der Geist, der Körper und die Welt“.

    Rache genießt man am besten wohltemperiert
    😉

  7. @6: Hat es sich gelohnt? Als Preis der wissenschaftlichen Neugier?

    „5. Was läßt sich über die Geisteswissenschaften sagen?
    Im Englischen kennt man die Unterscheidung zwischen „Natur-“ und „Geisteswissenschaften“ nicht, Heinz von Foerster sondern spricht statt dessen von „hard -“ und „soft sciences“. Heinz von Foerster wagt eine Vermutung: „Die ‚hard sciences‘ sind erfolgreich, weil sie sich mit den ’soft problems‘ beschäftigen; die ’soft sciences‘ haben zu kämpfen, denn sie haben es mit den ‚hard problems‘ zu tun.“ (Heinz von Foerster, KybernEthik, S. 161) Deshalb schlägt er vor, das in den Naturwissenschaften erworbene Fachwissen zur Diskussion dieser harten Probleme einzusetzen. Die Kybernetik ist für ihn die Theorie, die die notwendige Verknüpfung herstellt. „Kybernetik“ steht hier für ein Begriffsnetz aus „Regelung“, „Entropieverzögerung“ und „Rechnen“.
    Was bedeuten diese Begriffe?“

    https://userpages.uni-koblenz.de/~odsjgroe/konstruktivismus/wissen.htm

    „Für eine getroffene Entscheidung kann man aber nur mit seiner Person einstehen. Wir haben zwar die Freiheit der Wahl, tragen damit aber auch die ganze Verantwortung für unsere Entscheidung. (Vgl. die Seite „Ethik“.)“

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