25.2 Im Prozess der Formung eines individuellen Bewusstseins findet eine Selektion von Sinn/Bedeutung aus der Variation möglicher Sinnzuschreibungen zu aktuellen, vergangenen und/oder möglichen Ereignissen statt, die im sozialen System (=aktuelle Lebenswelt) bereitgestellt wird.

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Literatur:

„Mit jedem Sinn, mit beliebigem Sinn wird unfassbar hohe Komplexität
(Weltkomplexität) appräsentiert und für die Operationen psychischer
bzw. sozialer Systeme verfügbar gehalten. Sinn bewirkt dabei
einerseits: dass diese Operationen Komplexität nicht vernichten können,
sondern sie mit der Verwendung von Sinn fortlaufend regenerieren.
Der Vollzug der Operationen führt nicht dazu, dass die Welt
schrumpft; man kann nur in der Welt lernen, sich als System mit einer
Auswahl aus möglichen Strukturen einzurichten.“

Luhmann, Niklas (1984): Soziale Systeme. Frankfurt (Suhrkamp), S. 94.




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