25.5 Die Teilnahme eines psychischen Systems an der Kommunikation eines sozialen Systems ist daran gebunden, dass sein Gebrauch von Zeichen (=Bezeichnen und Unterscheiden) hinreichend zum Zeichen-Gebrauch der anderen Teilnehmer passt, d.h. den Beteiligten darf nicht auffallen, wenn/dass sie den Zeichen unterschiedlich Sinn/Bedeutungen zuschreiben.

In einem als „psychotisch“ charakterisierbaren Zustand werden von manchen Personen Worte der Umgangssprache mit Bedeutungen versehen, die zu weit vom allgemeinen Sprachgebrauch abweichen, um von ihren Mitmenschen verstanden zu werden, was dann letztlich zur Suche nach Erklärungen führt, die außerhalb der Kommunikation verortet werden; sie sind ein gutes Beispiel dafür, wie  Exkommunikation qua Nicht-Verstandenwerden funktioniert.

 




Ein Gedanke zu „25.5 Die Teilnahme eines psychischen Systems an der Kommunikation eines sozialen Systems ist daran gebunden, dass sein Gebrauch von Zeichen (=Bezeichnen und Unterscheiden) hinreichend zum Zeichen-Gebrauch der anderen Teilnehmer passt, d.h. den Beteiligten darf nicht auffallen, wenn/dass sie den Zeichen unterschiedlich Sinn/Bedeutungen zuschreiben.“

  1. Im Fall psychotischer Störungen verwendet das psychische System diese unverständlichen Zeichen nicht absichtlich und zeitweise auch nicht bewusst. Es versteht sich oft selbst nicht bzw. es erkennt seinen abgekoppelten Zustand nicht. Das hat auch etwas mit dem „Außer-sich-sein“, der „Ekstase“, zu tun. In diesem Zustand kann das psychotisch gestörte psychische System weder dem „Meeting“ folgen noch an ihm teilnehmen.

Schreibe einen Kommentar