25.8 Psychische Systeme können sich an mehrere unterschiedliche soziale Systeme (=Kontexte) koppeln, wozu sie die Fähigkeit des Unterscheidens der Kontexte (=Kontextmarkierung) besitzen und die Anpassung an die jeweils unterschiedlichen Muster des Zeichengebrauchs bewältigen müssen (=polykontexturale Kompetenz).

Zumindest erwachsene Menschen, die bereits gelernt haben, in einem konkreten sozialen Kontext zu überleben, sind im Allgemeinen in der Lage, sich in ihrem Verhalten an die Erwartungen ihrer Mitmenschen in anderen sozialen Kontexten anzupassen. Das dürfte einer der Punkte sein, die man tatsächlich in der Schule lernt: Die Interaktion und Kommunikation funktioniert dort anders als in der Familie. Man lernt, dass es in unterschiedlichen sozialen Systemen unterschiedliche Spielregeln gibt und man erwartet, dass ein bestimmtes Verhalten von einem erwartet wird.

Dies ist die Grundlage aller poly-kontexturalen Kompetenz. Generell gesprochen ist ihre Voraussetzung, dass man sich in unterschiedliche kommunikative Kontexte einfügen kann.

Fremdsprachen lernen ist in der Hinsicht ziemlich hilfreich…




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