26.6 fbs

Hier ist im Extremfall an Interventionen zu denken, bei denen ein soziales System mit einem bewusstlosen Körper umgeht, z.B. in der Chirurgie. Dabei geht es um Veränderungen von Strukturen des Organismus, für die es nötig ist, dass die Aktionen eines OP-Teams den „Regeln der Kunst“ entsprechend mittels effizienter Kommunikation (=soziales System) koordiniert werden. Das Bewusstsein des Patienten als Vermittler zwischen sozialen Prozessen und körperlichen Prozessen wird dabei nicht benötigt.

Es gibt aber auch direkte Interaktionen sozialer Systeme mit einem Organismus, bei denen der Organismus als Medium genutzt wird, um die Psyche zu beeinflussen, z.B. durch die Verabreichung von Schlägen auf die Finger oder Fußsohlen als „Erziehungsmaßnahmen“, durch Folter, Körperverletzung etc.

Bei all dem kommt der Körper allerdings nicht direkt in Kontakt mit der Kommunikation, d.h. er nimmt nicht an ihr teil, sondern er ist Thema und Objekt der Aktionen eines sozialen Systems, das sich der Handlungen seiner Mitglieder bedient.

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