27.5.3 fbs

Die größere Flexibilität eines Systems führt dazu, dass es sich im Zweifel an das weniger flexible anpasst. Wie das zu bewerten ist, kann nicht allgemein und unabhängig vom konkreten Kontext gesagt werden. Nur so viel: Es ist nicht immer der Klügere, der nachgibt.

Denn die die zentrale Frage ist ja generell, wer sich wem anpasst – nicht nur in der Kopplung von Organismus, Psyche und sozialem System, sondern auch in der Kopplung von psychischen Systemen, wie etwa in einer Partnerschaft oder einer Familie oder in einem Betrieb – der Mann der Frau oder die Frau dem Mann?, die Eltern dem Kind oder das Kind den Eltern?, die Mitarbeiter den Ablaufschemata eines Unternehmens oder die betrieblichen Prozesse den Mitarbeitern?, und schließlich eröffnen sich hier auch all die psychosomatischen Fragestellungen, wie der Organismus sich auf die psychischen Besonderheiten eines Menschen, seine Gewohnheiten und Macken usw. einstellt und umgekehrt.

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