28.3.5 Datenmengen können zu Mustern zusammengesetzt werden.

Das Muster ist dann eine zusammengesetzte Einheit. Und die Frage, die sich bei Beobachtung und Ordnung solch einer Menge von Daten (Unterschieden) ergibt, ist – wie kaum anders zu erwarten -, ob dieses Muster (diese Ordnung) selbst– oder fremdorganisiert entstanden ist; und darüberhinaus: ob es unabhängig vom Beobachter entstanden ist oder erst im „Auge des Betrachters“ gebildet wird.

Ein schönes Beispiel bietet der Sternenhimmel. Der „große Wagen“ oder „große Bär“ stellt offenbar ein Muster – eine geordnete Ganzheit – dar, die dadurch entsteht, dass der Beobchter (bzw. nunmehr schon -zig Jahrhunderte lang unterschiedliche Beobachter) die unabhängig voneinander existierende Sterne zu einem Bild ordnen, das eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Leiterwagen mit Deichsel hat (wieso dieser Wagen auch Bär genannt wird, entzieht sich meiner Kenntnis).

Die Ringe des Saturn hingegen bestehen offenbar aus wohl geordneter Materie, die sich ringförmig um den Planeten versammelt hat. Ein Selbstorganisationsphänomen – zumindest wird man sich mit den meisten Beobachtern darauf einigen können.

Dass der Interpretationsraum erhebliche Ausmaße annehmen kann, wenn es um die Deutung – vor allem um die Handlungskonsequenzen –  statischer Daten über soziale Verhältnisse geht, liegt auf der Hand.




Ein Gedanke zu „28.3.5 Datenmengen können zu Mustern zusammengesetzt werden.“

  1. Der „Große Wagen“ oder auch „Himmelswagen“ ist ein Teil des „Großen Bären“, gebildet aus den sieben hellsten Sternen des Sternbildes, die den trapezförmigen Wagen mit der markanten Deichsel bilden. Das ganze Sternbild „Großer Bär“ dagegen ist noch um einige Sterne größer, die aber allesamt weniger hell sind als die des Wagens. Der „Himmelswagen“ ist wohl das bekannteste Sternbild am Nordhimmel, durch seine typische Form leicht zu finden. Und nicht nur das: Den „Großen Wagen“ können Sie das ganze Jahr hindurch sehen, zu jeder Stunde der Nacht.

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