28.4.2 Es bestehen keine deterministischen Beziehungen zwischen Daten/Mustern von Daten und den aus in ihnen heraus/in sie hinein gelesenen Informationen.

Sowohl die Selektion der Daten, die in der Kommunikation mitgeteilt wie verstanden werden, als auch die zugeschriebenen Bedeutungen sind kontingent, d.h. es könnte aus dem Universum möglicher Unterscheidungen eine andere Auswahl getroffen werden und es können immer auch andere Sinn- oder Bedeutungszuschreibungen zu diesen Daten (=Unterscheidungen) vorgenommen werden.




2 Gedanken zu „28.4.2 Es bestehen keine deterministischen Beziehungen zwischen Daten/Mustern von Daten und den aus in ihnen heraus/in sie hinein gelesenen Informationen.“

  1. @”keine deterministischen Beziehungen”
    @”die Selektion der Daten, […] die zugeschriebenen Bedeutungen sind kontingent” = zufällig; wirklich oder möglich, aber nicht [wesens]notwendig

    …aber doch hinreichend und vorhanden (wenn man sich ein wenig Mühe gibt)

    Kontingenz (von lateinisch contingere „berühren, erfassen, nahestehen“ sowie lateinisch contingit „es ereignet sich, stößt zu“ und lateinisch contingentia „Möglichkeit, Zufall“) steht für:
    Kontingenz (Philosophie), die Nicht-Notwendigkeit alles Bestehenden
    Kontingenz (Logik), Aussagenform, die sowohl wahr als auch falsch sein kann
    Kontingenz (Soziologie), prinzipielle Offenheit menschlicher Lebenserfahrungen
    Kontingenztheorie (Evolution), Abhängigkeit der langfristigen Entwicklung des Lebens auf der Erde von Zufallsereignissen
    Kontingenz (Geschichtswissenschaft), die Vereinbarkeit von Kausalität und Offenheit der Geschichte
    Kontingenz (Psychologie), fein abgestimmte emotionale Kommunikation zwischen zwei Menschen
    Kontingenz (Lerntheorie), unmittelbare und regelmäßige Konsequenz auf Verhalten

    Kontiguität (lat. contiguus: berührend, angrenzend) steht für:
    Kontiguität (Informationstechnik), Umgebung einer Entität, in der weitere Identitäten logisch bestimmt oder z. B. funktechnisch detektiert (entdeckt) werden
    Kontiguität (Linguistik), textkonstituierende Relation zwischen Lexemen, die der gleichen semantischen Ebene angehören
    Kontiguitätstheorie (Pädagogik), Simultaneität von Bewegung und zufälligem Reiz als hinreichende und notwendige Bedingung des Lernens
    Kontiguitätstheorie (Psychologie/Lerntheorie/Verhaltensmodifikation), Zusammentreffen von Reiz und Verhalten, das dazu führt, dass das Verhalten erneut gezeigt wird, wenn der Reiz erneut auftritt
    Kontiguität (Philosophie), Beziehung zwischen zwei Ereignissen oder Gegenständen, die räumlich und zeitlich unmittelbar benachbart sind
    Kontiguität (Geoinformatik), zwei Flächen, die einander (räumlich) berühren

    Die Semantik taucht in diesem Zusammenhang und mit dieser Bestimmung nicht auf.
    Die Bedeutung der Wörter ist durch ihren Gebrauch bestimmt, aber nicht zufällig oder nicht notwendig, sonst wäre Kommunikation nicht möglich.

  2. @2: Ja, der Gebrauch bestimmt die Bedeutung der Worte. Aber beides – Gebrauch wie Bedeutung – ist kontingent (=weder notwendig, noch unmöglich).

    Und wie Sie „kontingent“ gebrauchen, ist offenbar anders als ich das tue…

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