28.5.2 Wissen ist in seiner Gültigkeit immer auf spezifische Kontexte begrenzt, d.h. ändern sich die Kontexte, verfällt Wissen und es muss neu gelernt werden.

In vormodernen Zeiten konnte man einigermaßen sicher sein, dass das Wissen, das man in seiner Jugend erwarb, auch im Alter noch Gültigkeit besitzen würde. So sprach man am Ende der Lehrzeit in einem Handwerksberuf davon, man habe „ausgelernt“. Es gab keine Notwendigkeit neues Wissen zu erwerben, denn die Welt der eigenen Erfahrungen blieb einigermaßen zuverlässig dieselbe.

In der Moderne änderte sich das mit der Entfaltung der Technik und der Industrialisierung . Der technische Fortschritt führte dazu, dass Wissen veralten konnte. Mit der Digitalitsierung verkürzte sich die Verfallszeit von Wissen noch mehr (vergleichbar der von Südfrüchten). Und mit der Entwicklung der modernen Verkehrsmittel, speziell des Flugverkehrs, und der damit verbundenen Reisetätigkeit einer Vielzahl von Menschen konnten immer mehr Leute die Erfahrung machen, dass ihr Wissen in anderen kulturellen Kontexten obsolet ist. Dass dies zur Verunsicherung vieler Leute führt, konnte mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit vorhergesagt werden; dass sie Sehnsucht nach den „guten alten Zeiten“ und einem vertrauten „heimatlichen“ Kontext entwickeln würden, eigentlich auch. Das Gute an den alten Zeiten war allerdings wohl, wenn man es bösartig formulieren will, dass man sich auf seinem Wissen ausruhen konnte (oder, noch bösartiger, in Ruhe verblöden konnte).




2 Gedanken zu „28.5.2 Wissen ist in seiner Gültigkeit immer auf spezifische Kontexte begrenzt, d.h. ändern sich die Kontexte, verfällt Wissen und es muss neu gelernt werden.“

  1. Wer mit moderner Technik kommuniziert, muss zwangsläufig verblöden. Ich merke das aber leider nicht mehr, weil ich längst drauf und dran bin, den Verstand zu verlieren. Das ist durchaus gewollt so. Während ich immer weniger verstehe, wissen die Internetkonzerne alles über mich! Alles! All diese bunten Apps sind trojanische Pferde, mit denen die Digital-Konzerne meine Gedanken stehlen. Das sollte viel mehr Menschen außer mir angst machen. Die Welt ist in Gefahr, und lediglich ein klarer Kopf (FBS!) kann uns retten.

  2. @1: … armer schwarzer Kater … Soll man Sie jetzt bedauern?
    Bzw. wie kommen Sie darauf, daß man Ihnen Ihre Gedanken stehlen könnte? Es sei denn, wenn Sie anehmen, neuartige Ideen veröffentlichen, zu müssen die bereits

    Andererseits gibt es doch hinreichend Hoffnung, daß dann -wenn man erst mal ordentlich verblödet sein sollte- einem schließlich alle möglichen Türen offen stehen, sich -allerdings in gewissen Grenzen- zu verhalten, wie man möchte. Um -in Phasen Zweifel auch via Nonsense- die Unentscheidbarkeit zu klären, wie sich u.E. unfertige Nonsense-Gedanken -reich an Blödheiten- überhaupt zu stehlen lohnen könnten .

    Es wäre zumindest eine Basis, hakenschlagend auf dieses unselige parasitär-sinnlose Geschwafel rundum zu reagieren und damit einer trackenden -vorgeblich Gedanken lesen könnenden Geheimniskrämerei mit Ansprüchen auf Claqeure -auch ohne nähere Erläuterungen -schlichtweg durch ein z.B. nicht reagierendes Opt out-Schweigen 🤐 ein Schnippchen zu schlagen.

    Es bleibt ohnehin eine Frage der Einstellung, inwieweit man sich durch Unentscheidbares ins Bockshorn jagen oder gar ängstigen läßt und/oder sich entscheidet, Widersprüchliches als Antrieb aufzufassen, um vorgebliche Paradoxien auch nicht aufzulösen zu dürfen.

    In meinen Augen geschehen -nahezu tagtäglich – Wunder, in dem Sinne:
    Was es so alles gibt, das ich ganz gewiß nicht brauche.

    Wie so manches an Lügen, womit sich alle möglichen Leute in zwanghafter Ernsthaftigkeit unentwegt darum bemühen, glaubwürdig zu erscheinen, um offensichtliche Evidenzen -in langweiligster Form – auch noch als eindeutige Wahrheiten unter Beweis stellen zu müssen.

    Insofern,so what …?

    https://www.youtube.com/watch?v=wFpsw-svuac

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