28.5.3 Wissen verändert die Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit der Selektion unterschiedlicher Verhaltensweisen.

Wer nur Erfahrungen in einem einzigen sozialen Kontext gemacht hat, dessen Wissen ist begrenzt. Im allgemeinen machen in der westlichen Gesellschaft Individuen Erfahrungen in unterschiedlichen Kontexten mit anderen Spielregeln, die ihr Wissen steuern – z.B. der Familie, der Schule, am Arbeitsplatz…

Was passiert, wenn der Erfahrungsraum eingeschränkt ist, zeigt der Film „Willkommen, Mr. Chance“. Mr. Chance ist Gärtner (dargestellt von Peter Sellers) und hat jahrzehntelang den Garten seines Chefs gepflegt. Sein Leben spielt sich zwischen Garten und Fernsehapparat ab, das Haus verläßt er nie. Und dieser Lebens- und Erfahrungsraum bestimmt sein Handlungswissen. Als sein Arbeitgeber stirbt und Chance das Haus verlassen muss, zieht er mit seinem Koffer hinaus in die Welt und muß gleich unangenehme Erfahrungen machen: Er wird von irgendwelche rabaukigen Jugendlichen angefallen. Seine Reaktion entspricht seinem Wissen: Er holt die Fernbedienung seines TV-Geräts aus der Tasche und versucht die unangenehme Szene wegzuklicken…




Ein Gedanke zu „28.5.3 Wissen verändert die Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit der Selektion unterschiedlicher Verhaltensweisen.“

  1. Eugene Polley, der Erfinder der TV-Fernbedienung, ist im Alter von 96 Jahren gestorben. Kurzzeitige Aufregung gab es auf dem Weg zur Beerdigung, als der Sargdeckel aus seiner Halterung brach, sodass der Leichnam des Amerikaners heraus fiel und unter ein Sofa rollte. Der Sarg wurde mit Klebeband verschnürt.

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