28.8.9 Lernen ist riskant, weil dadurch erprobtes und bewährtes Wissen/Können disqualifiziert wird (=Verlernen/Entlernen/Entwertung bzw. cancellation des alten Wissens).

Mit der Entwertung alten Wissens steigt die Unsicherheit. Daher vermeiden es ja manche Leute, sich mit irgendwelchen Phänomenen oder Sichtweisen zu konfrontieren, die ihr altes Wissen in Frage stellen könnten. Es ist eine Strategie der selbst gewählten Ignoranz. Sie schützt auf jeden Fall erst einmal vor Unsicherheit.

Offensichtlich ist diese Form der forcierten Ignoranz bzw. der Bestätigtung des eigenen „Wissens“ (das natürlich nicht Wissen in einem irgendwie objektivierbaren Sinne sein muss, sondern Meinung, Überzeugung, Aberglaube etc. sein kann) auch die Funktion sogenannter „Blasen“ im Internet.

Sich vor überraschenden Informationen, vor abweichenden Meinungen zu schützen und die eigene Ignoranz aktiv zu pflegen dürfte vor dem Risiko des Lernens schützen; denn wer sich vor dem Erleben der – vermeintlichen – Änderungsnotwendigkeit schützt, wird nichts ändern. So einfach ist das.

Allerdings ist ja nicht nur das Lernen riskant, sondern auch das Nicht-Lernen… Also dürfte eine angemessene Ambivalenz dem Lernen wie dem Nicht-Lernen gegenüber angemessen sein.

 




Ein Gedanke zu „28.8.9 Lernen ist riskant, weil dadurch erprobtes und bewährtes Wissen/Können disqualifiziert wird (=Verlernen/Entlernen/Entwertung bzw. cancellation des alten Wissens).“

  1. die Geschichte von dem kleinen Jungen/Mädchen,
    der/die nicht das „A“ lernen wollte;
    er/ es hat richtig vermutet, dass er/ es dann als Nächstes das „B“ lernen sollte/ musste …

Schreibe einen Kommentar