29.2 Die Geburt stellt für den kindlichen Organismus aufgrund des radikalen Wechsels des überlebenssichernden Kontextes (=relevante Umwelt) eine lebensbedrohliche Irritation dar, da das bis dahin selbstverständliche physiologische Gleichgewicht im Stoffwechsel des Kindes verloren geht (=Entkopplung von einer biologischen Umwelt /Kopplung mit sozialem System).

Mit der Geburt wird das vermeintliche „Paradies“ der Sorfortbefriedigung verlassen und stattdessen beginnt eine Lebensphase, in der die Befriedigung physiologischer Bedarfe (Flüssigkeit, Nahrung, Aufrechterhaltung der Körpertemperatur…) an die erfolgreiche Interaktion mit Menschen in der – nunmehr sozialen – Umwelt gebunden ist.Entkopplungen von spezifischen, für das Überleben relevanten Umwelten stellen stets eine Umformung der aus System und Umwelt gebildeten Überlebenseinheit dar.




11 Gedanken zu „29.2 Die Geburt stellt für den kindlichen Organismus aufgrund des radikalen Wechsels des überlebenssichernden Kontextes (=relevante Umwelt) eine lebensbedrohliche Irritation dar, da das bis dahin selbstverständliche physiologische Gleichgewicht im Stoffwechsel des Kindes verloren geht (=Entkopplung von einer biologischen Umwelt /Kopplung mit sozialem System).“

  1. Wie gewöhne ich mein Kind daran, dass es nachts nicht mehr 2-stündlich Muttermilch trinken möchte ?

    Eine Aufgabe für Mutter und Kind …

  2. @4
    es geht um „nicht mehr stillen“ …
    um den nächsten Entwicklungsschritt,
    Tag & Nacht zu unterscheiden,
    wann essen/ trinken angesagt ist und wann schlafen,
    ja, kuscheln und essen zu trennen und Tag und Nacht kulturell zu unterscheiden …

  3. @7
    Genau: Entwicklungsschritt. Sonst müssten, was selten selten passiert, medizinische Apparate die Rundumversorgung vom Baby- bis zum Greisenalter übernehmen.

  4. wir denken da in erster Linie an das Baby/ Kind ..

    die Mutter muss jedoch ebenso passende Entwicklungsschritte vollziehen,
    sozial, psychisch und körperlich …

    Schlaflieder singen, sich beruhigen wenn das Kind „Rabatz“ macht statt zu schlafen, selbst wieder einschlafen nach Aufwachphasen des Kindes …

    dieses Miteinander in den Fokus zu bringen statt sich nur auf das Kind zu konzentrieren ist der „neue“ systemische Ansatz …

  5. Heute, ach wie wunderbar,
    wirst du, liebe Mutter, 90 Jahr!
    Immer hast du dich für uns aufgerieben,
    bist immer eine gute Mutter geblieben.
    Ich erinnere mich an die vielen Tracht Prügel,
    dafür nahmst du den Kleiderbügel
    oder auch das Bügeleisen,
    ob zuhause, ob auf Reisen,
    wenn du Hektik nicht verdautest,
    du’s uns auf die Köpfe hautest.

  6. … will da jetzt irgendwer, der/die sich noch nicht hinreichend definiert hat, be-
    dauert werden? Dabei dürfte doch „Was man nicht will“, im Grunde -analysefrei- klar sein.

    aber das ist fürs Erste nur allenfalls die Hälfte, sprich, die den Begehrlichkeiten gewidmete Hinstrecke, welche sich allerdings nur partiell zweckdienlich und auch -da aus dem Jammertal gesprochen- üblicherweise als keineswegs hinreichend zur Realisierung der Negation der Negation erweist. Und auch nicht gepaart mit dem Sehnsichtsziel, als vergleichsweise eindeutige Kehrseite der Medaille.

    Darüberhinaus… wenn man jetzt nur wüßte, was bzw. wohin man nun eigentlich will,
    dann wäre einem- theoretisch gesehen – (sprich von der avisierten Wunschvorstellung her, welche einen so umtreibt ) schon in Einigem geholfen. …

    Aber wenn dann der -potentiell mit einzukalkulierende Spinat o.ä. mitsamt Reparaturkosten frisch gestrichener Wände oder sonst wo noch das Budget zu sprengen droht, was dann?

    Ich vermute mal, Absicherung mit Erhöhung des Risikokapitals für eine derart riskante Lebensform wie – nicht nur Väter, sondern sogar „Eltern“ in Kopoduktion –
    könnte durchaus ein aus Nischen kreiertes Start-Up-Geschäft der Zukunft werden

    🙂

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