29.5.1 Die Zunahme der Zahl der Interaktionsteilnehmer steigert die Komplexität des Beziehungsgefüges und verändert für jeden Beteiligten die Position innerhalb des Beziehungsnetzes.

Es mag Paradox klingen: Obwohl sich zwangsläufig die Zahl der möglichen dyadischen Beziehungen durch die Geburt eines Kindes  potenziert, dürfte die disruptive Wirkung auf die Struktur einer Familie umso geringer sein, je mehr Mitglieder sie schon hat. Paarbeziehung ändern sich radikal, wenn aus einer Dyade eine Triade wird. Der Verlust der Aufmerksamkeit, um nur ein Beispiel zu nennen, ist für jeden der Partner relativ groß. Wo ein Partner (sei es nun Mann oder Frau, das Geschlecht ist dabei im Prinzip vollkommen unwichtig) im Idealfall 100% der Aufmerksamkeit des anderen Partners erhielt, bekommt er nun nur noch 50% (und auch dann nur, wenn die Aufmerksamkeit gleich verteilt wird). Wenn hingegen schon sieben Kinder in der Familie sind, so ist der quantitative Verlust an Aufmerksamkeit nicht so groß, wenn aus sieben nun acht Kinder werden…

 




Ein Gedanke zu „29.5.1 Die Zunahme der Zahl der Interaktionsteilnehmer steigert die Komplexität des Beziehungsgefüges und verändert für jeden Beteiligten die Position innerhalb des Beziehungsnetzes.“

  1. @“hat.Paarbeziehung“
    @“seiben“

    RICHTIG
    @“hat. Paarbeziehung“
    @“sieben“

    @“das Geschlecht ist dabei im Prinzip vollkommen egal“
    Zeigte nicht die Erfahrung früherer Generationen, in denen die Mütter den Hauptteil der Kinderpflege übernommen hatten, dass die Väter stärker unter dem Verlust von Zuwendung litten, weil sie nun an die zweite Stelle rutschten? Die Mutter benötigte den Vater nach der Geburt bloß noch als Brötchenholer. Heute dagegen beschäftigen sich die Väter viel intensiver mit dem Baby als früher.

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