29.5.2 Die Hilflosigkeit des Neugeborenen erfordert, dass andere Menschen für es lebens- und gesunderhaltende Funktionen übernehmen, eine Aufgabe, die das Kind und sein Verhalten in den Fokus der Aufmerksamkeit rückt.

Dass ein neugeborenes Kind in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rückt, sprengt alle bis dato gültigen Kriterien, nach denen in der Familien „Wichtigkeit“ zugeschrieben wird. Es geht nicht mehr um Gerechtigkeit, um Verdienst, Leitung, Moral o.Ä.., sondern allein um Bedürftgkeit. Die des Kindes ist objektivierbar und kann von keinem der Beteiligten geleugnet werden. Das von denen, die „Platz machen“ müssen und einen Verlust an Wichtigkeit etc. zu beklagen haben, nicht immer mit Gleichmut hinzunehmen ist. Verschärft wird die Situation dadurch, dass es – in unserem Kulturkreis – für diejenigen, die sich als „Verlierer“ des Familienzuwachses sehen, sozial nicht akzeptiert ist, negative Affekte dem neugeborenen Familienmitglieder und Konkurrenten gegenüber zu zeigen.




Ein Gedanke zu „29.5.2 Die Hilflosigkeit des Neugeborenen erfordert, dass andere Menschen für es lebens- und gesunderhaltende Funktionen übernehmen, eine Aufgabe, die das Kind und sein Verhalten in den Fokus der Aufmerksamkeit rückt.“

  1. Den Vätern wird also eine mental herausfordernde Leistung abverlangt, ähnlich wie auch dem Unternehmenspatriarch, wenn er seine Führungsrolle einem Nachfolger überlassen muss, oder wie dem Liebhaber, der gegen einen anderen ausgetauscht wurde. Da hilft bloß Akzeptanz der veränderten Situation und Suchen einer neuen Rolle bzw. Funktion.

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