29.5.3 Das Kind nimmt durch sein äußerlich wahrnehmbares Verhalten an der Kreation neuer Spielregeln der Familie bzw. des ihn versorgenden sozialen Systems teil.

Im Prinzip handelt es sich um ein Integrationsproblem. Jedes Familienmitglied muss sich eine neue Position suchen, die alten Spielregeln werden modifiziert, Rollen gewechselt. Dies geschieht selbstorganisiert, d.h. die Familie wird erst dann einen neuen Gleichgewichtszustand – d.h. eine neue Eigen-Struktur – finden, wenn jeder sich in seiner neuen Position hinreichend wohlfühlt. Andernfalls sind dauerhafte Konflikte und Stellungskämpfe wahrscheinlich. Der Prozess der Neuorganistion der Beziehungen wird in der Familie üblicherweise als Krise erlebt: alte Regeln gelten bzw. funktionieren nicht mehr, neue sind noch nicht etabliert. Jeder experimentiert mit sich und im Umgang mit den anderen, weil er sich im nunmehr erweiterten, komplexeren Beziehungsnetz neu definieren muss.




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