30.5 Das Bewusstsein (=psychisches System) gewinnt eine zentrale Funktion bei der Kopplung von sozialem System und Organismus, indem es die Selektion sozialer Spielregeln vornimmt (unterscheidet zwischen relevant und irrelevant) und dann durch Wiederholung und Automatisierung der Verhaltensmuster für deren Somatisierung sorgt.

Als Erwachsener – wahrscheinlich auch schon vorher – ist man in der Lage zu entscheiden, in welcher sozialen Umwelt man leben will. Man kann zwar nicht bestimmen, wie die soziale Lebenswelt im Einzelnen auszusehen hat, aber man kann nein zu ihr sagen, d.h. sich innerlich oder tatsächlich aus ihr verabschieden.

Wenn die ein Individuum aufgrund seiner persönichen Bewertungskriterien zu dem Schluss kommt, dass das Leben „zuhause“ zu langweilig ist oder die Tätigkeit im Beruf nicht sinnstiftend, so kann es abhauen… (was leider nicht garantiert, dass es dort, wo es dann landet, besser ist).

Aber Langeweile und mangelndes Sinnerleben sind nur ein harmloser Fall, denn es gibt genug Beispiele dafür, dass Menschen auch krank werden aufgrund der Spielregeln ihres Arbeitsplatzes oder der Kommunikationsregeln ihrer Famiien (wenn dort z.B. „psychosomatische Muster“ (s. Sätze 70ff.) der Kommunikatin praktiziert werden). Auch dann hilft die bewusste Entscheidung zur Flucht. Allerdings ist den Teilnehmern an solchen Kommunikationsmustern oft/meist nicht bewusst, welche pathogenen Wirkungen diese Muster der Kommunikation haben. Aber eine soziale Aktion kann durchaus körperliche Wirkungen erziehlen, im Positiven wie im Negativen. Und das Bewusstsein hat Wahlmöglichkeiten, Kopplungen zwischen Organismus und sozialem System zu verändern.

 

 

 




11 Gedanken zu „30.5 Das Bewusstsein (=psychisches System) gewinnt eine zentrale Funktion bei der Kopplung von sozialem System und Organismus, indem es die Selektion sozialer Spielregeln vornimmt (unterscheidet zwischen relevant und irrelevant) und dann durch Wiederholung und Automatisierung der Verhaltensmuster für deren Somatisierung sorgt.“

  1. @“„psychosomatische Muster“ der Kommunikatin“

    Was sind „psychosomatische Muster“ der Kommunikation?

  2. @https://carl-auer-akademie.com/blogs/formen/saetze-2/

    Warum stehen vor den Sätzen in numerischer Reihenfolge zwei Sätze aus dem 20er-Bereich?

  3. @4: Die gehören da nicht hin, und ich denke, es hat etwas mit der Logik des Blogs zu tun, die ich nicht ändern kann. Jeder Satz ist eine eigene „Seite“, und die beiden 20er Sätze sind offenbar mal als neue „Beiträge“ o.Ä. abgespreichert worden…

  4. psychosomatische Muster sind das „Verhalten“, psychisch & somatisch,
    das in Fleisch und Blut übergegangen ist …
    könnte so sein …

  5. @6 hypothetisch Ja …

    https://carl-auer-akademie.com/blogs/formen/25-6-4-2-phaenomenbereich-2-beobachtung-des-organismus-im-bereich-bio-chemischer-prozesse-nur-mit-hilfe-wissenschaftlicher-methoden-von-aussen-beobachtbare-prozesse-innerhalb-des-organismus/

    aber so abwegig es auch scheint, ganz eliminieren lassen sich die Ab-, Um- sowie auch Umkehr-Wege voller mehr- oder weniger stigmatisierender Jugendsünden dann eben doch nicht.

    Man ist in der Regel dann eben anschließend um einige Erfahrungen reicher, was durchaus befreiende Wirkung haben kann, sofern man es wagt, sich darauf einzulassen, um nicht nur die rein negativen, sondern auch die positiven Aspekte im Negativen zu betrachten…

    (Rückfallquoten, die einer gesonderten Betrachtung bedürfen, einmal außen vor)

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