30.8 Die Selektion psychischer Prozessmuster (=Strukturen) erfolgt nicht zielgerichtet, sondern ist Niederschlag individueller, jeweils aktuell verhaltensbestimmender Präferenzen bzw. deren unmittelbarer (z.B. affektiver) Bewertung.

Es gibt allerdings ein Ziel, dem wahrscheinlich auch die Selektionskriterien der psychischen Strukturbildung in Laufe der individuellen Geschichte untergeordnet sind: das schlichte Überleben. Doch da ziemlich viele Leute Suizid begehen, kann nicht einmal dies als zwangsläufig vorausgesetzt werden. Da jedes Bewusstsein ein selbstorganisiertes System ist, kann es nicht von irgendwelchen „Erziehern“ mit Sicherheit für irgendwelche Zwecke zugerichtet werden. Das schließt nicht aus, dass „Gehirnwäsche“ oder andere „pädagogische“ Methoden zur Beeinflussung anderer (meist junger) Menschen erfolgreich sein können; dies bedarf aber der Kooperation des betreffenden Individuums – zumindest in Form unterlassenen Widerstands.

Darüberhinaus sind die Sinnkriterien der Selektion psychischer Prozesse weder bewusst noch zielgerichtet. Hierin dürfte u.a. auch einer der wesentlichen Unterschiede zu den Prozessmustern von Alghorithmen der sogenannten „künstlichen Intelligenz“ liegen: Sie besitzen allesamt zwar kein Bewusstsein, sind aber zielgerichtet .




3 Gedanken zu „30.8 Die Selektion psychischer Prozessmuster (=Strukturen) erfolgt nicht zielgerichtet, sondern ist Niederschlag individueller, jeweils aktuell verhaltensbestimmender Präferenzen bzw. deren unmittelbarer (z.B. affektiver) Bewertung.“

  1. Was Sie da für einen Unsinn zusammenfabulieren ist nicht nur haarsträubend, sondern auch gefährlich. Ein gutes Gespräch hat schon viele Menschen vor einem Suizid bewahrt. Ihr dummes psychisches System ist keineswegs nur geschlossen, der Mensch ist immer auch offen. Wenn er es nicht mehr ist, dann ist der Mensch so gestört wie die Theorie, die Sie vertreten. Warum behalten Sie den Mist nicht für sich?

  2. @1: selbstverständlich, Andrea, bewegt sich ein
    derartiges -äußerst gewöhnungsbedürftiges, theoretisch umschreibendendes und auf eine Selektion von Beispielen verweisendes Modell als Erklärungsmuster, das die Suizidalität bzw. Differenzierung suizidaler Absichten umkreist, auf einem höchst heiklen und riskanten Grat.
    Nur was soll, was kann geschehen, wenn sich ein Mensch verschließt bzw. zu verschließen droht?

    https://www.youtube.com/watch?v=or8RAnc1-cQ

  3. Selbsterhaltung, also das (Weiter)Leben an sich, ist kein Selbstzweck, sondern dient zur Befriedigung der natürlichen Triebe. Wenn das Leben zur Qual wird, ist Suizid weder sinnlos noch irrational.
    Auch Homosexualität ist gemessen am darwinistischen Ziel des Überlebens und der Arterhaltung ebenfalls widersinnig. Doch die Sexualität von Säugetieren ist polymorph und dient nicht allein der Fortpflanzung, sondern auch dem Spaß an der Lust.

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