31. Selbstorganisation des individuellen Weltbilds

In den Studien zum „Aufbau der Wirklichkeit“ von Kindern wird meist – im Anschluß an Jean Piaget – von der Konstruktion des Weltbildes gesprochen. Auch der sogenannte Konstruktivismus bezieht seinen Namen von der Idee der Konstruktion. Doch Konstruktion ist Handlung und impliziert einen Konstrukteur (=Fremdorganisation). Das ist aber nicht angemessen, da sich kein „Autor“ des so entstehenden Weltbildes – entstanden in der Kopplung zwischen biologischen und sozialen Strukturen/Prozessen – identifizieren lässt. Weltbilder entstehen emergent – außer bei den Autoren von Büchern (z.B. „Heiliger Schriften“) – selbstorganisiert.




Schreibe einen Kommentar