32. Präverbale Psychodynamik

Es gibt ein Leben vor dem Spracherwerb. Auch, wenn wir uns nicht an diese Phase unseres Lebens erinnern (was biologische Gründe hat), entsteht unser (d.h. das menschliche) Bewusstsein schon vorher. Da es da noch nicht durch die Sprache geformt ist, muss es andere Prinzipien der Gestaltung geben, die wirksam werden.




2 Gedanken zu „32. Präverbale Psychodynamik“

  1. Möglicherweise gibt es sogar ein Lernen vor dem Spracherwerb, und zwar durch wiederkehrende Bewegungen und Geräusche. Ich kenne zahlreiche Eltern, die mit ihren ungeborenen Babys verbal kommunizieren, die mit den Händen bestimmte Bewegungen auf dem Bauch vornehmen und die dem Baby Lieder vorsingen und Musik vorspielen. Den intensivsten Lerneffekt dürfte das regelmäßig wiederkehrende Ritual des Geschlechtsakts bewirken mit seinen sich wiederholenden Bewegungen und Geräuschen.

  2. „Da Säuglinge selbstverständlich nicht befragt werden können, zeigte Daniel Stern den Babys Bilder, um seine visuellen Präferenzen anhand von der Dauer der Beobachtung der Bilder zu messen. Bilder der Mutter wurden länger angeschaut als Bilder von fremden Personen. Darin sah Daniel Stern den Beweis für die Annahme eines präverbalen, subjektiven Erlebens des Säuglings. Seine Theorie ging davon aus, dass es ein Selbst gibt, das noch lange vor einem Selbstbewusstsein und vor der Sprache existiert. Dieses Selbst ist gekennzeichnet von einem Gefühl des Ganzseins, Intentionalität, einem primitiven Zeitverständnis und Aktivität.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Stern_(Psychoanalytiker)

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