32.3.1 Der kontinuierliche Wandel im Verlauf physiologischer Prozesse wird psychisch diskontinuierlich bezeichnet, d.h. die Eigenarten der beobachteten körperlichen Prozesse unterscheiden sich von der Logik ihrer Beobachtung durch das Bewusstsein.

Ein klassisches Beispiel für den Unterschied zwischen „Landkarte“ und „Landschaft“ bzw. genauer: zwischen einem dynamischen Prozess und seiner statischen Beschreibung; man kann in dieser binären Codierung die Grundlage der zweiwertigen Logik sehen. Riskant ist, wenn die Eigenarten und Strukturen der Landkarte mit denen der Landschaft verwechselt werden; wenn z.B. versucht wird, die Dynamik des Organismus oder psychischer Prozesse den Strukturen der zweiwertigen Logik anzupassen. Das führt nahezu zwangsläufig in den Wahnsinn (wörtlich gemeint, d.h. im klinischen Sinn).

Literatur:

„Die Logik ist zwar unerschütterlich, aber einem Menschen, der leben will, hält sie nicht stand. “

Kafka, F. (1925): Der Prozess. Berlin (Die Schmiede), S. 401.




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