32.3.2 Der Übergang von einem als unlustvoll zu einem als nicht-unlustvoll bewerteten Zustand, wird vom Kind als lustvoll erlebt (= affektiv bewertet).

Dieser lustvolle Aspekt des Erlebens dürfte dazu geführt haben, dass in der Psychoanalyse zur Erklärung der Psychodynamik u.a. vom „Lustprinzip“ gesprochen wird; denn für das Überleben des Organismus ist die Beseitigung der Unlust (bzw. der damit verbundenen körperlichen Mangelzustände und/oder Defizite) wichtiger als die Maximierung von Lust – andernfalls wäre nicht zu erklären, dass Millionen von Menschen ihr Leben vor dem Fernsehapparat auf der Couch sitzend und Kartoffelchips essend verbringen, statt sich der meist mit Mühen verbundenen Maximierung ihrer Lustgefühle zu widmen.

Interessant ist aus systemtheoretischer Sicht, dass mit dem Erleben von Lust wahrscheinlich generell physiologische Grenzübergänge wahrscheinich gemacht bzw. motiviert werden. Insofern dürfte Lusterleben für die Koppelung von Organismus und Bewusstsein eine zentrale Funktion besitzen, wobei das Erleben (Bewusstsein) für die Regelung physischer Bedarfe instrumentalisiert wird.




Ein Gedanke zu „32.3.2 Der Übergang von einem als unlustvoll zu einem als nicht-unlustvoll bewerteten Zustand, wird vom Kind als lustvoll erlebt (= affektiv bewertet).“

  1. Ich frage jetzt nicht, wie viele Menschen ihr Leben vor dem Computer am Schreibtisch sitzend und Formen-Blog lesend verbringen, statt sich der Maximierung ihrer Lustgefühle zu widmen.

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