32.5.1 Das Bezeichnen der diakritischen Wahrnehmungen führt zur Differenzierung des kindlichen Weltbildes (Beschreiben von Phänomenen) über das Lust-Unlust-Unterscheiden (Bewerten von Phänomenen) hinaus.

Das Bezeichnen – Bewusstwerden – unterschiedlicher diakritischer Wahrnehmungen (Sinneseindrücken) kann als Selektion von Phänomenen verstanden werden, das aus dem Universum möglicher Wahrnehmungen erfolgt.




2 Gedanken zu „32.5.1 Das Bezeichnen der diakritischen Wahrnehmungen führt zur Differenzierung des kindlichen Weltbildes (Beschreiben von Phänomenen) über das Lust-Unlust-Unterscheiden (Bewerten von Phänomenen) hinaus.“

  1. @“diakritische Wahrnehmungen“
    „In Anlehnung an die Untersuchungen von Rene Spitz und seine theoretische
    Konzeption der frühkindlichen Entwicklung unterscheide ich zwei Aspekte von Leiblichkeit: Coenästhetische Rezeption bezeichnet unmittelbar-sinnliches Erleben und unvermitteltes, ganzheitliches Reagieren und Agieren. Mit diakritischer Perzeption ist dagegen reflexives, distanziertes und ordnendes Wahrnehmen, Reagieren und Agieren
    gemeint.
    Spitz unterscheidet mit diesen Begriffen also zwei Wahrnehmungs- und Kommunikationsweisen. Die coenästhetische Rezeption ordnet er dem Säuglings- und Kleinkindalter zu und beschreibt damit auch die Kommunikation zwischen Mutter und Kind. Die diakritische Perzeption entwickelt sich vom ersten Lebensjahr an bis zum Erwachsenenalter.“
    Hemmati-Weber, M. (1993). Zivilisierung zum Corpus: warum wir Naturzerstörung nicht erleben. Journal für Psychologie, 1(4), 28-33. https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:0168-ssoar-21431

  2. … was für ein kontraproduktiv wirksamer verschrobener Ansatz?

    Anstatt es im beobachtenden Beschreiben der Einheit der Differenz von sich stetig -auch pulsatil rhythmisch sich in Bewegung befindlichen „Zustandsbildern“ zu belassen und dem zu betreuenden Nachwuchs einen ihren Fähigkeiten und wachsenden Fertigkeiten sich langsam erweiternden Entdeckungs- und Erfahrungshorizont zu bieten, wird hier -auf Basis eines theoretischen Konzeptes frühzeitig ein Weg beschritten, der weder etwas beschreibt noch erkärt, was Sinn machen und zielführend wirksam werden könnte.

    Wo kommt denn eigentlich dieser überwiegend männlich dominierte, polarisiernde und mittlerweile sich hinreichend bestätigt findende Zwang her zur unmittelbar einordnenden Kategorisierung,
    Und damit in Folge auch der Zwang, sich selbst an Mustern einer lückenlosen Beweisführung ausrichten bzw. mehr oder minder re-flektiert in dieser Musterbildung wieder verifiziernd/ falsifizierenden einzufinden zu müssen?
    Wenn dies die Anforderungen der Interessenlagen erfordern?

    … die Folgen derartiger Ansätze -die nicht mit dem breiten Spektrum erfahrender und potentiell noch zu erlangender Wahrnehmungen beginnen und mit „Lernen lernen“ bleiben schwer wieder „auszubügeln“ …

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