32.5.2 Soweit diakritische Wahrnehmungen mit dem Erleben von Lust oder Unlust gekoppelt (=assoziiert) sind, werden sie affektiv bewertet.

Durch die Gleichzeitigkeit des koinästhetischen Erlebens von Gefühlen und der Menge diakritischer Wahrnehmungen werden die verschiedenen Wahrnehmungen nicht nur zu einer Ganzheit integriert, sondern darüberhinaus auch noch bewertet.

 

Literatur:

„Der Affekt äußter sich zu Anfang jedoch nicht nur im Gesichtsausdruck. Wenn zum Beispiel die Nasenatmung beim Stillen behindert ist, so daß das Baby nicht genügend Luft bekommt, drückt es sienen Zorn nicht nur mimisch aus, sondern, wie Lipsitt (1976) nachwies, zugleich auch durch Bewegungen der Arme und des ganzen Köpers. Auf ähnliche Weise zeigte Bennett (1971), daß das Lustempfinden des Säuglings den ganzen Körper erfaßt; das Baby lächelt nicht nur, sondern bebt vor Wonne.“

Stern, Daniel (1985): Die Lebenserfahrung des Säuglings. Stuttgart (Klett-Cotta) 1992, S. 101.

[zit. Lit.: Bennett, S. (1971): Infant-caretaker interactions.Journal of the American Academy of Child Psychiatry, 10, 321 – 35.

Lipsitt, L.P. (1976): Developmental psychobiology comes of age. In: Lp. Lipsitt /Hrsg.): Developmetal psychobiology: The significance of infancy. Hillsdale, N.J. (Erlbaum).]




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