32.6.1 Synchrone Assoziationen: Daten, die wiederholt gleichzeitig wahrgenommen werden, werden als zusammengehörig interpretiert.

Es gibt offenbar so etwas wie eine (angeborene?) Hypothese, dass zwischen gleichzeitig wahrgenommenen Phänomenen ein Sinnzusammenhang existiert… – was ja der Fall sein kann, aber nicht sein muss (wobei solche Sinnzusammenhänge ja immer Konstrukte von Beobachtern sind).

Synchronizitäten liefert auch die Basis für allerlei Alltagstheorien, die als „Aberglaube“ kategorisiert werden; allerdings bilden sie auch einen wichtigen Aspekt wissenschaftlicher Untersuchungen oder auch der medizinischen Diagnostik.

Und noch einmal zu Daniel Sterns fiktivem Säugling (s. unten).

 

Literatur:

„Weil sich bestimmte Dinge immer wieder auf die gleiche Weise ereignen, entsteht nun allmählich in Joeys Vorstellung ein Bild von den Menschen um ihn herum, einschließlich seiner selbst. Nehmen wir als Beispiel seinen Arm: Bewegt er ihn, erhält er stets eine Rückmeldung von seinen Muskeln. Weil solche Abläufe immer zusammen vorkommen und sich nie verändern, werden sie Invariante genannt. Joey kann mittlerweilse solche Invarianten unterscheiden, ob sie sein eigenes Selbst oder das von anderen Personen bestimmen.“

Stern Daniel N. (1990): Tagebuch eines Babys. München (Piper), 25. Aufl. 2016, S.  58.




Ein Gedanke zu „32.6.1 Synchrone Assoziationen: Daten, die wiederholt gleichzeitig wahrgenommen werden, werden als zusammengehörig interpretiert.“

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