32.6.3 Synchrone Dissoziationen: Keine synchrone Assoziation ohne synchrone Dissoziation (= Außenseite des Unterscheidens), das heißt, die Assoziationen müssen stets in einem aktuellen Kontext erfolgen, in dem auch nicht-assoziierte Wahrnehmungen verfügbar sind.

Dieses Prinzip ist in der Logik von Unterscheidungen impliziert: Wo es ein „Innen“ gibt, entsteht zwangsläufig ein „Außen“. Allerdings wird dies meist nicht angemessen wahrgenommen, da die Fokussierung der Aufmerksamkeit mit dem Risiko verbunden ist, dass nur noch der Fokus (= innen) wahrgenommen wird, nicht aber die Außenseite, der Kontext, oder in der Terminologie der Gestalttheorie, nur noch die Figur, aber nicht der Grund.

Letztlich können alle Fragen der Ausgrenzung und/oder Integration (im kognitiven wie im sozialen Bereich) auf die Assoziation vs. Dissoziation zurückgeführt werden.




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